Nächster Stammtisch am 13. August

Der nächste Stammtisch der Löwenfans gegen Rechts findet am Dienstag, dem 13. August 2013, ab 18.60 Uhr im Fanheim statt. Wir haben den Stammtisch um eine Woche verschoben, weil wir am 6. August um 20.15 Uhr unsere kleinen Löwen im Grünwalder Stadion beim Derby anfeuern wollen.
Unser Sommer-Stammtisch im August ist traditionell ein lockerer, offener Stammtisch ohne Tagesordnung und strenge Rednerlisten, dafür mit umso mehr Zeit für Gespräche, Diskussionen und gegenseitiges Kennenlernen. Daher würden wir uns besonders freuen, wenn ihr an diesem Tag vorbeikommt – wir werden auch extra zu diesem Anlass für Speis und Trank Sorgen.
Bis dahin, auf die Löwen!

Mondiali Antirazzisti 2013 – endlich auch mit den Löwenfans gegen Rechts

Seit vielen Jahren überlegen wir, zur Mondiali Antirazzisti zu fahren – mit eigenem Fußballteam. In diesem Jahr endich klappt es und wir werden mit mehreren Autos in die Nähe von Modena (ganz genau: Bosco Albergati – Castelfranco Emilia) fahren.

2012: Im letzten Jahr nahmen 190 Fußballteams, 24 Basketballteams, 24 Volleyballteams, 6 Rugbyteams, 6 Cricketteams und zum ersten Mal 4 Softballteams teil. 6.000 Menschen aus der Region und den mitgereisten Fans waren täglich auf dem Veranstaltungsgelände.

2013: Löwinnen und Löwen des TSV 1860 (Giasinga Buam, LFGR und sonstige Unorganisierte) werden an der antirassistischen Fanweltmeisterschaft teilnehmen und versuchen, eine bestmögliche Platzierung beim Turnier zu erreichen. Neben dem Sportlichen sind Gespräche, Informationsausstausch, Kino, Livemusik und gemeinsames Feiern auf der Tagesordnung vom 03. bis zum 07. Juli.

Weitere Infos zur Mondiali Antirazzisti findet Ihr hier:

http://www.mondialiantirazzisti.org/new/?p=841&lang=de

Erst Kleinfeldturnier der MF und dann Kleinfeldturnier der ARGE

Löwenfans gegen Rechts: 1 Platz Kleinfeldturnier der MÜNCHNER FREIHEIT (MF)

Nachdem unsere Fußballmannschaft gestern, Samstag, den 29.6., glorreich beim von der MÜNCHNER FREIHEIT im Freizeitheim Fezi am Wettersteinplatz in Giesing veranstalteten  Kleinfeld-Fußballturnier mit anschließender 7 Jahre MÜNCHNER FREIHEIT Party in den Räumlichkeiten des Fezi den 1. Platz abräumen konnte (gespielt wurde in zwei 5er Gruppen mit anschließenden Halbfinals, Finale und Spiel um den letzten Platz), traten unsere HeroInnen heute an zum ARGE Kleinfeldturnier am Trainingsgelände des TSV München von 1860.

Löwenfans gegen Rechts: keine Platzierung Kleinfeldturnier der ARGE des TSV 1860

Nun, wer feiern kann (den Sieg gestern) kann auch verlieren – das taten wir dann auch grandios. In der 1. Vorrunde haben die LFGR unter Aufbietung aller (noch übrigen) Kräfte ihre Spiele allesamt verloren – und das mit Würde und Größe.

Fotos gibt es hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.529205130462106.1073741829.118640258185264&type=1&l=d1fa315570

Euer „Präsi“ Ulla

Fußballturnier der ARGE des TSV München von 1860, die Löwenfans gegen Rechts-Mannschaft ist dabei

Das ARGE-Kleinfeldturnier 2013 findet am Sonntag, 30. Juni, auf dem Kunstrasenplatz des Trainingsgeländes des TSV 1860 München (Grünwalder Str. 114) statt. 30 Mannschaften aus allen Teilen Bayerns kämpfen ab 9 Uhr um den Turniersieg.

http://www.tsv1860.de/aktuell/news/arge-kleinfeldturnier-2013-auf-dem-trainingsgelaende

Darunter auch unsere Mannschaft. Wir freuen uns auf Euren regen Besuch und Eure Anfeurungsrufe. Zeigt Flagge, kommt zahlreich!

Eure LFG-FußballerInnen und Stammtisch-Löwen

Achtung Achtung: Stammtisch verschoben!

Liebe Löwenfans,

unser Stammtisch wurde aufgrund des Spiels unserer U21 am heutigen Abend um genau eine Woche auf Dienstag, den 11.06.2013 verschoben. Wie immer treffen wir uns um 18.60 Uhr im Fanheim.

An dieser Stelle einen Glückwunsch an unsere U21:

Kopf hoch Jungs! Ihr habt uns viel Freude gemacht in dieser von Euch so fantastisch gespielten Saison! Es sollte nicht sein, die Arena bringt uns kein Glück. In der kommenden Saison zählt’s dann aufs Neue im Grünwalder Stadion!

Einladung zur Gründungsversammlung

Die Fußballer der Löwenfans gegen Rechts laden ein zur Gründung des Fußballvereins Löwenfans gegen Rechts e. V. (FV LfgR e. V.).

Die Gründungsversammlung findet statt am:

Sonntag, den 26. Mai 2013 um 15:00 Uhr
Ort: Fanheim, Herzogstandstraße (U2 Silberhornstraße)

Anbei noch die Tagesordnung und die zu beschließende Satzung:

Tagesordnung:

1. Eröffnung der Versammlung und Begrüßung
2. Feststellung der Anzahl der stimmberechtigten Teilnehmer
3. Genehmigung der Tagesordnung
4. Bestellung des Versammlungsleiters
5. Bestimmung des Schriftführers
6. Aussprache über die Gründung des Vereins, Ablauf des Gründungsverfahrens und bisherige Vorbereitungsarbeiten
7. Beratung und Verabschiedung der Satzung
8. Wahl des Vorstandes, des Schatzmeisters und des Schriftführers
9. Diskussion und Verabschiedung der Beitragsordnung
10. Verschiedenes

Satzung:

Satzung des Fußballvereins Löwenfans gegen Rechts e. V. (FV LfgR e. V.)

§ 1 Name, Sitz, Vereinsfarben, Geschäftsjahr
1.1. Der Verein führt den Namen „Fußballverein Löwenfans gegen Rechts e. V. (FV LfgR e. V.)
1.2. Der Verein hat seinen Sitz in München und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
1.3. Die Farben des Vereins sind Weiß und Blau. Ihnen soll bei der Ausgestaltung der Spielkleidung seiner Mannschaften besondere Bedeutung zukommen.
1.4. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr
§ 2 Zweck des Vereins

2.1. Der Vereinszweck besteht in der Förderung der Allgemeinheit auf dem Gebiet des Fußball-Sports und wird insbesondere verwirklicht durch:
– Förderung sportlicher Übungen und Leistungen durch Abhalten eines geordneten Trainingsbetriebes und Teilnahme an Sportveranstaltungen
– Durchführung von eigenen und gemeinsamen Sportveranstaltungen
– Maßnahmen der Prävention und Aufklärung zur Bekämpfung von Rassismus
– die Pflege der Freundschaft sowie die Förderung seiner Mitglieder auf gesellschaftlichem und kulturellem Gebiet. Abhalten und Besuch von Infoveranstaltungen und Lesungen rund um das Thema Diskriminierung im Sport
2.2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke m Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO1977). Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Die Mittel des Vereins sowie etwaige Überschüsse werden nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet. Die Mitglieder erhalten keine Anteile am Überschuss und – in ihrer Eigenschaft als Mitglieder – auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Der Verein darf keine Personen durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.
Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.
2.3. Die Funktion des Sports als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen und Religionen wird vom Verein gefördert. Der Verein bietet allen, unabhängig insbesondere von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Glauben oder sexueller Orientierung, eine sportliche Heimat.

§3 Erwerb der Mitgliedschaft
3.1. Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden
3.2. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Der Aufnahmeantrag Minderjähriger bedarf der Unterschrift des gesetzlichen Vertreters.
3.3. Wird der Aufnahmeantrag abgelehnt, kann schriftlich Widerspruch eingelegt werden. Über den Widerspruch entscheidet abschließend die Mitgliederversammlung.

§4 Beendigung der Mitgliedschaft
4.1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitglieds sowie durch Auflösung des Vereins.
4.2. Der Austritt ist dem Vorstand gegenüber schriftlich zu erklären. Der Austritt ist unter Einhaltung einer Frist von 4 Wochen zum Schluss eines Geschäftsjahres zulässig.
4.3. Der Ausschluss aus dem Verein kann erfolgen:
a) bei unehrenhaftem, rassistischem oder diskriminierendem sowie bei unsportlichem Verhalten innerhalb oder außerhalb des Vereins.
b) bei vereinsschädigendem Verhalten
Zur Antragsstellung ist jedes Vereinsmitglied berechtigt.
Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstandes die Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
Vor dem Antrag des Vorstandes an die Mitgliederversammlung ist dem betroffenen Gelegenheit zur Äußerung zu geben.

§5 Mitgliedsbeiträge
5.1 Die Mitgliederversammlung erlässt eine Beitragsordnung, die die Höhe der jährlich zu zahlenden Beiträge regelt.
§6 Organe des Vereins

6.1 Die Organe des Vereins sind:
a) Mitgliederversammlung
b) Vorstand

§7 Vorstand
7.1. Der Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister und dem Schriftführer.
7.2. Vorstand im Sinne des §26 BGB sind der erste Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende. Die Vorstandsmitglieder sind jeder für sich vertretungsberechtigt. Ausschließlich im Innenverhältnis wird vereinbart, dass der stellvertretende Vorsitzende von der Vertretungsbefugnis nur Gebrauch machen darf, wenn der erste Vorsitzende verhindert ist.
7.3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Er bleibt jedoch bis zur satzungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes im Amt.
7.4. Dem Vorstand obliegt neben der Vertretung des Vereins die Wahrnehmung der Vereinsgeschäfte nach Maßgabe der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
§8 Mitgliederversammlung

8.1. Die Mitgliederversammlung findet jährlich statt. Sie ist ferner einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse gebietet oder 1/5 der Vereinsmitglieder dies schriftlich und unter Angabe der Gründe und des Zwecks vom Vorstand verlangt.
8.2. Mitgliederversammlungen sind vom Vorstand mindestens 2 Wochen vor dem Versammlungstermin einzuberufen. Mit der Einberufung ist gleichzeitig die Tagesordnung mitzuteilen.
8.3. Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung beschlussfähig.
8.4. Bei Beschlüssen und Wahlen entscheidet, soweit die Satzung nichts anderes vorschreibt, die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Zu einem Beschluss, der eine Änderung der Satzung enthält, ist eine Mehrheit von 3/4 der abgegeben gültigen Stimmen erforderlich. Die Änderung des Vereinszwecks bedarf der Zustimmung von 2/3 der stimmberechtigten Vereinsmitglieder.
8.5. Die Art der Abstimmung wird durch den Versammlungsleiter festgelegt. Eine schriftliche Abstimmung hat jedoch zu erfolgen, wenn 1/3 der erschienenen Mitglieder dies beantragt.
8.6. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift, die vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen ist, aufzunehmen.

§9 Auflösung des Vereins
9.1. Der Verein kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden, soweit diese Mitgliederversammlung eigens zu diesem Zweck einberufen worden ist und mindestens 2/3 der Vereinsmitglieder anwesend sind. Ist die Mitgliederversammlung nicht Beschlussfähig, ist innerhalb von 4 Wochen erneut eine Mitgliederversammlung einzuberufen die unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder Beschlussfähig ist. Darauf ist bei der Einladung der erneuten Mitgliederversammlung hinzuweisen.
9.2. Zur Auflösung des Vereins ist die Mehrheit von 9/10 der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich.
9.3. Die Liquidation erfolgt durch die zum Zeitpunkt der Auflösung amtierenden Vorstandsmitglieder.
9.4. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder Wegfall des bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an die Landeshauptstadt München, die es ausschließlich und unmittelbar für die Förderung des Sports zu verwenden hat.

§10 Satzungsänderungen
10.1. Satzungsänderungen können nur von der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Sie bedürfen der Dreiviertelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
§11 Inkrafttretung
Die Satzung tritt mit dem heutigen Tag in Kraft. So beschlossen bei der heutigen Mitgliederversammlung.

München, den XX.XX.2013
Fußballverein Löwenfans gegen Rechts e. V.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen unserer Fußballer

Stammtisch April

Unser April-Stammtisch findet statt am:

Dienstag, den 02.04.2013
Uhrzeit: 18:60 Uhr
Ort: Fanheim, Herzogstandstrasse

Es erwartet Euch: Rückblick auf vergangenen Aktionen und Termine, Vorschau auf geplantes, Neuigkeiten zu unserer Fußballmannschaft und Besuch aus Berlin.

Frohe Ostern

„Kein Platz für Rechtsradikalismus bei den Löwen“

„Kein Platz für Rechtsradikalismus bei den Löwen“
Im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ fand eine Gesprächs- und Diskussionsrunde im Anschluss an das Spiel im Paulaner-Fantreff statt.

Auf dem Podium sprachen Lothar Langer vom Fanprojekt München, Fanbetreuer Axel Dubelowski, Aufsichtsratsvorsitzender Otto Steiner, Ulla Hoppen von den Löwenfans gegen Rechts, Felix Benneckenstein – Gründer der Aussteigerhilfe Bayern – und KGaA-Geschäftsführer Robert Schäfer. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Ralph Drechsel.

Löwenmut die Zehnte

Der neue Löwenmut ist da! Fast drei jahre sind seit der letzten Ausgabe ins Land gegangen. Wie bei unseren Löwen gewohnt, waren diese nicht gerade ereignisarm. Auf das Geschehen rund um den Verein wie auch die Profiabteilung wird natürlich ausführlich eingegangen. Neben den „Lach- und Sachgeschichten mit den Löwen“ wird auch die kürzlich durch alle Medien geisternde Sicherheitsdebatte angesprochen, gibt es Infos dazu, was es mit den Mannschaften 1860 III und IV auf sich hat und warum eine Mannschaft in Gambia sich Sanchaba United 1860 nennt. Natürlich war das jetzt nicht alles, aber bevor hier die komplette Inhaltsangabe steht gibt es lieber noch ein paar Infos rund ums Heft:

– Jubiläumsausgabe Nummer 10
– limitiert auf 1860 Stück
– Preis 1,860€ (dafür wurde diesmal an der Werbung gespart)

Verteilt wird der Löwenmut unter anderem zum Spiel in Fröttmaning an der Versicherungsarena gegen Hertha BSC, also am 16.03.2013. Einfach am Streetworkbus vorbeischauen.

Wer noch Fragen hat, Wünsche, Anträge oder ähnliches: E-Mail an info[ät]lfgr60.de

Stammtisch März

Der März-Stammtisch der Löwenfans findet statt am

Dienstag, den 05.03.2013 um 18:60 Uhr
Fanheim, Herzogstandstraße
(U 2-Silberhornstraße, hinter dem Spielplatz)

Themen, Wünsche, Anregungen? Immer nur her damit. E-Mail an info[at]lfgr60.de

1860 und die „Ladies“

Eine zynisch-satirische Betrachtung eines besonderen Angebotes von HI² und TSV München von 1860

Unser heißgeliebter TSV versucht also mal das mit dem Marketing, dem Erschließen neuer Zielgruppen. Wie nicht anders zu erwarten, springt die neue Vermarktungsgesellschaft dabei natürlich in den erstbesten sich bietenden Fettnapf. Und da es dabei um den TSV geht, wird natürlich vorher noch kräftig Anlauf genommen.

Vom Schminktisch zum Proseccostand

Zum „Derby“ gegen den FC Ingolstadt gibt es also ein spezielles Angebot für die „Ladies“. Während die Herren „im Business Club über die Aufstellung debattieren“, dürfen die Damen „ungestörte Gespräche bei Prosecco, Wellness Drinks und feiner Schokolade“ führen. Ebenfalls im Angebot: eine kurze Handmassage und Inspiration durch „neue Kosmetikprodukte und ausgefallene Schmuckstücke“.

Ein interessantes Frauenbild, welches man da beim Vermarkter zu haben scheint. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, ob das Wörtchen „ungestört“ nicht verrutscht ist in diesem Angebot. Okay, den kleinen inhaltlichen Fauxpas ziehen wir doch hier gerne mal gerade: „Während die Herren im Business Club ungestört über die Aufstellung debattieren…“ Denn so eine Frau kann einem doch schon den ganzen Spaß am Fußball nehmen.

Huch, Fansein geht auch ohne Penis?

Vielleicht hätte den Menschen vom Vermarkter bis zum 2. oder 3. Stock der Geschäftsstelle, die dieses Angebot zu verantworten haben, ein kurzer Blick in die Fankurven, ob auswärts oder daheim, geholfen. Angeblich soll es dort sehr engagierte Fans geben. Und, oh Schreck, es wurden sogar weibliche Exemplare der Gattung „Fan“ gesichtet. Diese engagieren sich in Fangremien, organisieren Auswärtsfahrten, bringen Ideen und Vorschläge ein und setzen diese sogar um etc. pp. Ja, diese Fans können sogar ohne Handmassage über die Aufstellung debattieren. Und dann gibt es noch Fans, die im Jahre 2011 eine Ausstellung nach München holten, in der es unter anderem um das Thema „Sexismus im Fußball“ geht.

Nicht nur ist das Frauenbild, welches mit „Ladies willkommen“ umschrieben wird, eines von vorgestern. Um das Gesamtbild erst so richtig komplett zu machen, kommt es auch noch in Zeiten einer intensiv geführten Sexismusdebatte. Nach dem übergriffigen Verhalten eines Politikers gegenüber einer Journalistin und einem Blogbeitrag folgten ein Aufruf bei twitter (#aufschrei) und schon rollte eine Flut von Erfahrungsberichten zum Thema (Alltags-)Sexismus durchs Internet und erreichte schließlich auch Printmedien und TV.

Hätte, hätte, Fahrradkette, oder so

Um zu erfahren, wie sich nun diese angeblich neue Zielgruppe für einen Besuch in der Arena erwärmen lässt, hätten sich der Vermarkter und/oder der TSV einfach mal unter den eigenen Fans umschauen und diese nach ihren Wünschen fragen können. Der Verein hätte sich mit seinen Fans an einen Tisch setzen können oder einfach ein Fangremium befragen können. Der Verein hätte so vielleicht das ein oder andere erfahren können, was den gemeinen Fan – völlig unabhängig vom Geschlecht – denn nun stört und wo der Fan Optimierungspotential sieht. Vielleicht hätte der Verein ja auch mal die Fans befragen können, die sich mit dem Themenfeld „Ausgrenzung aufgrund des Geschlechts“ ein wenig besser auskennen.

Stattdessen wird also eine Kampagne gestartet, in der Frau abgewertet wird. Degradiert zur schampusschlürfenden Dauerplaudertasche mit überbordendem Shoppingbedürfnis. Für diesen wichtigen Beitrag, den die Verantwortlichen hier leisten, gebührt ihnen natürlich aufrichtigster Dank. Und damit hier nicht nur Gemotze steht ein kleiner Tipp für die nächste „Ladies willkommen“-Aktion: Baut am besten noch mehrere Schuhgeschäfte in die Arena ein. Denn wie wir ja alle wissen, denkt Frau grundsätzlich nur ans Schuhe kaufen und um Fußball geht es ihnen nur am Rande.

Update 22.02.2013:

Ergiebige Fettnapfvorkommen entdeckt

Der Vermarkter hat die Beschreibung seines Angebotes jetzt also geändert und aus den „Ladies“ wurden „Löwinnen und solche, die es noch werden wollen“. Und gar plötzlich werden durch den Geschäftsführer der KgaA zwei weibliche Angestellte des Vermarkters aus dem Hut gezaubert, deren Idee dies gewesen sein soll. Na sowas auch.

Die deutliche Kritik an der Aktion zum „Derby“ beruht also laut unserem Vermarkter, in Tateinheit mit den Herren aus dem 3. Stock der Geschäftsstelle, auf einer „missverstandenen Wahrnehmung“. Zu guter Letzt zaubert man(n!) dann auch noch eine Art Gewinnspiel aus dem Hut, um die ersten 60 Löwinnen, welche sich melden, zu belohnen.

Liebe Verantwortliche, ganz kurz und knapp: Ernsthaft? Ist diese Kampagne ernsthaft der Versuch eines verantwortlichen Umgangs mit seinen Fans, gleich welchen Geschlechts? Ist die bereits zitierte „missverstandene Wahrnehmung“ wirklich der Versuch, sich aus der Verantwortung zu stehlen? Oder doch eher der mehr als peinliche Versuch denjenigen die Schuld in die Schuhe zu schieben, die mehr als deutliche Kritik an dieser Marketingkampagne geübt haben? Ist also der Hinweis auf das Bedienen veralteter Rollenklischees und das Absprechen von Fußballsachverstand ehrlich ein Wahrnehmungsproblem? Und meint Ihr Verantwortliche ernsthaft, dass ein Geschenk an 60 „Löwinnen“ diese Aktion auch nur einen Deut besser macht? Ist der respektvolle Umgang mit Fans, gleich welchen Geschlechts, ernsthaft eine Handelsware?

Mit verständnislosem Gruß

Die Löwenfans gegen Rechts

Aufruf: Berichte über Polizeiwillkür bitte an uns senden

Liebe Freund/innen des runden Leders und des gepflegten Spieles,

die Münchner Initiative „Für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei versucht gerade, sich für unsere Pressearbeit und die Archive unserer Partner von Amnesty International einen Überblick über willkürliche Polizeigewalt im deutschen Fußball zu verschaffen.

Zu diesem Zweck wollen wir eine möglichst umfangreiche Liste erstellen.

Wir bitten deshalb alle Fanszenen, die in den zurückliegenden Jahren in irgendeiner Form Opfer von gewalttätigen Übergriffen durch die Staatsmacht zu beklagen haben bzw. hatten, um eine Rückmeldung und um eine kurze und knappe Schilderung der bekannt gewordenen Vorfälle.

Für Eure Hilfe schon mal vorab herzlichsten Dank aus München

Herbert Schröger, LfgR

Wer kann mit Berichten helfen? Eure Mails bitte gleich direkt an Herbert: h.schroeger60[ät]plus.cablesurf.de
Wenn es Mails mit großen Anhängen sind, dann bitte an loewe[ät]fanzine-loewenmut.de (da hat er mehr Platz für Anhänge).

Veranstaltungstipps für Samstag den 16.02.2013

Zwei Veranstaltungen mit leider leichten Überschneidungen finden am kommenden Samstag statt:

Samstag, 16.02.2013 14:00 Uhr – 18:00 Uhr Bayerischer Landtag, Maximilianeum, München

Fairplay heißt Toleranz und Respekt vor dem sportlichen Gegner. In diesem Sinne kann Sport einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer aufgeschlossenen und integrativen Gesellschaft leisten. Nicht immer halten sich jedoch alle an diese Regel – sowohl auf als auch neben dem Platz.

Gerade migrantisch geprägte Sportvereine sehen sich noch zu oft mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert. Das große Potential, das gerade diese Vereine im Hinblick auf Verständigung und Integration in sich tragen, wird gleichzeitig allzu häufig übersehen.

Weitere Infos und Anmeldung

Samstag, 16.02.2013 18:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr: Die junge Nacht der Clubs – gemeinsam feiern für Toleranz und Respekt

Haltung zeigen kann viele Gesichter haben und findet nicht nur in Form von Diskussion und Argumentation statt. Respektvoll zusammenleben kann man in vielen Formen, z.B. auch indem man miteinander feiert – für Toleranz und Respekt.

Willkommen ist wer Respekt mitbringt, gegenüber:

– denjenigen aus dem anderen Viertel
– denjenigen mit einer anderen Herkunft und/oder Sprache
– denjenigen mit einem anderen Glauben
– denjenigen mit einer anderen sexuellen Orientierung
– denjenigen die körperlich nicht unversehrt sind
– all denen die „anders“ sind

Die Löwenfans gegen Rechts freuen sich schon aufs Atomic Cafe und hoffentlich viele Mitfeiernde.
Weitere Infos gibt es auf der Seite der Kampagne Laut gegen Brauntöne und auf der Veranstaltungsseite auf facebook.

Neulich in Duisburg…

Die Münchner Löwen feiern also einen Sieg in Duisburg, sehr schön. Eher unschön dagegen, was im Auswärtsblock zu vernehmen war. Beim Blick auf den Kader und den Spielverlauf dürfte auch eher unschwer zu erraten sein, an wem sich manch Dumpfbacke unter den Löwen-Anhängern mal wieder versucht hat abzureagieren. Und so waren „Nigger raus“, „Scheiß Kanacke“ und, als die 3 Punkte sicher waren, auch ein augenzwinkerndes „Sieg…pscht“ zu vernehmen. Die komplette Huldigung traut man sich da scheints doch (noch?) nicht. Zeit aber, wieder einmal genauer hinzuschauen wer sich denn da unter den Löwenfans tummelt, wohl fühlt und vehement als „echter Löwenfan“ verteidigt wird.

1860 als Wohlfühlzone für Nazis?

Anwesend im Gäste-Block war unter anderem ein bekannter Neonazi, dem die Fußballabteilung des TSV erst vor einiger Zeit die Mitgliedschaft verweigerte, was nebenbei erwähnt wieder einmal zur Lieblingsbeschäftigung der Nazis führte: einem Gerichtsprozess. Erst kürzlich gingen während eines anderen Prozesses, Norman Bordin saß dieses mal auf der Anklagebank, mehrere Unterstützer auf Journalisten los. Unter den beim Prozess anwesenden waren, neben dem Angeklagten, übrigens auch einige bekannte Gesichter aus dem Stadion. Auch wenn dieser Gerichtsprozess nichts mit unserem Verein zu tun hatte, so lohnt es sich doch genauer hinzuschauen worum es überhaupt ging.

Kurz nach dem zufälligen Auffliegen des Terrornetzwerkes NSU wurde auf einer Neonazi-Demonstration in München, welche übrigens dank Blockaden von engagierten Bürgern gestoppt wurde, das „Paulchen Panther“-Lied gespielt, die Erkennungsmelodie der NSU. Auf dieser Demo anwesend neben dem bereits erwähnten Norman Bordin: ein weiterer Löwenfan, unschwer zu erkennen am Löwenpulli. Beiden Löwenfans gemeinsam ist, dass sie öfters im Stadion anzutreffen sind aber auch auf Kundgebungen von rechten Organisationen wie beispielsweise des Freies Netz Süd.

Augen auf und Arsch hoch

Natürlich ließe sich jetzt vortrefflich streiten, was dies alles mit unserem Verein zu tun hat. In Diskussionen mit Löwenfans, wie beispielsweise in einer sehr beliebten Facebookgruppe mit über 1000 Mitlesenden, wird auch immer wieder das beliebte Motto “Politik raus aus dem Stadion” hervorgebracht. Die bereits genannten Neonazis fühlen sich in dieser Gruppe jedenfalls pudelwohl und spielen liebend gern die verfolgte Unschuld. Gehetzt von bösen „Linksextremisten“, verfolgt vom „Gutmenschenmob“. Jedoch darf, nein muss die Frage gestellt werden, warum rassistische und ähnliche ausgrenzende Sprechchöre immer und immer wieder aus dem Umfeld der bereits genannten Nazis kommen.

Hier sind zum einen die Löwenfans in die Verantwortung zu nehmen, welche immer wieder vehement Löwenfans verteidigen, welche durch ausgrenzenden Äußerungen auffallen. Die hier verschwendeten Energien sollten lieber darin investiert werden zu schauen, wer sich da im Löwenumfeld tummelt, wohl fühlt, die Löwen in Verruf bringt. Zum anderen ist es auch am Verein selbst, tätig zu werden. Nachdem man aufzuwachen schien und der Thematik aufgeschlossen gegenüber stand, scheint man nun im Winterschlaf zu verweilen. Ein Engagement aller jedoch zwingend nötig, damit sich jeder der den Löwen im Herzen trägt, auch beim TSV gut aufgehoben fühlt.