Lesung „Die Löwen unterm Hakenkreuz“

Liebe Löwenfans,

der TSV 1860 München und das Fanprojekt München laden Euch herzlich zu folgender
Veranstaltung ein:

Der Autor Anton Löffelmeier liest aus seinem Buch „Die ‚Löwen‘ unterm Hakenkreuz„. Im Anschluss daran findet ein Autorengespräch mit offener Diskussion statt. Die Moderation übernimmt der Journalist und Delegierte der Fußballabteilung Peter Kveton.

Beginn: Donnerstag, 28. Februar 2013 um 19:30 Uhr
Ort der Veranstaltung: das Bistro A1 (Grünwalder Straße 9, gegenüber vom Sechzger-Stadion).

Für weitere Infos und bei Rückfragen wendet Euch bitte an Axel Dubelowski (axel.dubelowski@tsv1860.de) oder an Steffi Dilba (fanprojektmuenchen@web.de), die sich sehr über Euer Kommen freuen würden.

EINLASSVORBEHALT:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Februar-Stammtisch

Wie gewohnt findet unser monatlicher Stammtisch am 1. Dienstag im Monat statt:

Dienstag, 05. Februar 2013
Uhrzeit: 18:60 Uhr
Ort: Fanheim, Herzogstanstraße 18
(U-Bahn Silberhornstrasse)

Wer sich engagieren möchte oder Themenvorschläge hat ist natürlich gern gesehen. Es gilt natürlich der Einlassvorbehalt.
Natürlich können auch Themen, Fragen, Wünsche, Vorschläge, Lob, Kritik wie gewohnt an unsere E-Mail-Adresse info[ät]lfgr60.de gesendet werden. Wer über einen Facebook-Account verfügt darf gern unsere Facebook-Seite besuchen.

Jugendbus nach Braunschweig mit Besuch Gedenkstätte Bergen-Belsen

Zum Auswärtsspiel des TSV 1860 München bei Eintracht Braunschweig führt das Fanprojekt München für sieben Löwenfans zwischen 14 und 18 Jahren eine begleitete Übernachtungsfahrt mit Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen durch.

• Abfahrt ist am Samstag, 23. Februar 2012, um 6 Uhr am Sechzgerstadion
• Übernachtung in der Jugendherberge Celle (mit Frühstück)
• Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen am Samstagnachmittag
• Spaziergang und gemeinsames Abendessen in Celle
• Besuch des Spiels Eintracht Braunschweig – TSV 1860 München
• Abfahrt nach München nach Spielende
• Rückkehr nach München am Sonntag, 24. Februar 2013, gegen 22 Uhr
• Unkostenbeitrag: 20€ (inkl. Eintrittskarte, Fahrtkosten und Übernachtung mit Frühstück)

Auf der gesamten Fahrt gilt ein strenges Alkohol- und Rauchverbot.

Anmeldung ab sofort mit Name und Alter des Teilnehmers sowie der Telefonnummer der Erziehungsberechtigten bei Steffi Dilba unter fanprojektmuenchen[ät]web.de.

Achtung: Im Moment sind alle Plätze vergeben.

Aachen Ultras: Kein Einzelfall

Quelle: wochenanzeiger.de

Engagement ohne Gegenliebe

Wie bei Spiegel Online, den Aachener Nachrichten und beim Bündnis Aktiver Fußballfans nachzulesen, haben sich die Aachen Ultras (ACU) aus dem Stadion zurückgezogen und werden künftig keine Spiele der eigenen Mannschaft mehr besuchen. Dies geschieht, nach eigener Aussage, auch zum Selbstschutz, da gewalttätige Übergriffe rechter und ultrarechter Fans aus dem Umfeld der Karlsbande (KBU) und anderer zumindest rechtsoffener Gruppierungen nicht nur im Stadionumfeld stattfanden, sondern sich auch auf das private Umfeld erstreckten.
Den Aachen Ultras gebührt für ihren Kampf für eine bunte Kurve und gegen Diskriminierung und für das Aufzeigen rechter Strukturen innerhalb der eigenen Fanszene – dies alles unter extrem schwierigen Bedingungen – Respekt und Dank. Dem Verein wie auch der restlichen Fanszene dagegen kann man nur die allerherzlichsten Glückwünsche aussprechen – denn ein Problem welches man nicht sieht oder sehen will, existiert ja bekanntlich nicht.

Und bei 60?

Auch wenn im Ausmaß bei weitem nicht vergleichbar, so lassen sich zum Geschehen in Aachen doch Parallelen ziehen zu anderen Vereinen, darunter unter anderem unserem heiß geliebten Chaosverein:
Wer Engagement zeigt für eine bunte Kurve, für eine Fankurve in der sich jeder wohlfühlt, der den Löwen im Herzen trägt – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Abstammung oder sexueller Ausrichtung -, der muss sich dem Vorwurf aussetzen ein „Linksextremist“ zu sein oder aber Politik ins Stadion zu tragen, welche dort nichts verloren hat. Rassistische und ähnliche Äußerungen werden allgemein als nicht so störend empfunden wie der Hinweis auf diese. Immerhin existiert in der Vereinsführung des TSV 1860 mittlerweile ein Problembewusstsein zur Thematik. Jedoch kann man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass sich die Verantwortlichen auf dem bisher Erreichten ausruhen. Auch wenn die Medien momentan dem Thema einen sehr breiten Raum einräumen, so darf nicht vergessen werden, wie die Debatte rund um das Konzeptpapier „Sicheres Stadionerlebnis“ geführt wurde. Fans wurden pauschal als gewalttätige, dumpfe Masse tituliert, und es wurde über diese geredet, jedoch nicht mit ihnen. Und auch für die DFL war das Thema Rassismus nur eine Randnotiz in der Debatte und wurde gar mit Pyrotechnik auf eine Stufe gestellt.
Dank vieler engagierter Fans und einer Vereinsführung, die dem Thema zumindest nicht ablehnend gegenübersteht, befindet man sich beim TSV im Vergleich zu anderen Vereinen in einer vergleichsweise komfortablen Position. Jedoch heißt es weiterhin aktiv zu bleiben, damit es nicht zu einer Entwicklung kommt, wie sie in Aachen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

Es wartet noch viel Arbeit…

Es ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, damit Begriffe nicht undifferenziert verwendet werden (z.B. „Gutmensch“ oder der Extremismusbegriff) oder mit Parolen wie „Politik aus dem Stadion“ um sich geworfen wird, ohne dass bemerkt wird, wer davon profitiert.
Hier sind die Fans in der Pflicht sich zu informieren, wie und wo Ausgrenzung stattfindet, und aktiv gegen diejenigen vorzugehen, die diese betreiben, anstatt gegen diejenigen, die darauf hinweisen!
Der Verein darf es nicht bei symbolischen Aktionen belassen, sondern muss proaktiv vorgehen und sich – nicht nur – wiederholt eindeutig positionieren!
Die DFL muss endlich erkennen, dass es sich bei Rassismus und Diskriminierung um etwas handelt, was nicht unter „ferner liefen“ behandelt werden kann und darf!
Allgemein bleibt die Hoffnung, dass der Rückzug der Aachen Ultras ein Weckruf ist, der aufzeigt, dass engagierte Fans nicht allein gelassen werden dürfen und dass es sich um Probleme handelt, welche nicht nur auf den Fußball und sein Umfeld beschränkt sind.

Weitere Links zum Thema:

Rechts vor Links in der Kurve
In der Rechtskurve
ZDF SPORTreportage – Die Braunen im Blick
Der „unpolitische“ Block 132 live und in Farbe

Demonstration „5 Jahre Ama-Derby“ am 08.12.2012

Flyer Vorderseite

Am morgigen Samstag den 08. Dezember 2012 findet die Demo „5 Jahre Ama-Derby“ statt. Kurz ein paar Dinge zum Ablauf:

Treffpunkt ist um 12:00 Uhr an der Tela-Post
Tegernseer Platz 7
(U-Bahn Silberhornstrasse)

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung geht es von dort aus über die Ichostraße und die Martin-Luther-Straße wieder auf die Tegernseer Landstraße zur Abschlusskundgebung welche vor dem Sechzgerstadion stattfindet. Dort wird es Redebeiträge geben, unter anderem von unserem Anwalt Marco Noli. Außerdem ist geplant, dass vor dem Stadion ein Haufen aus alten VHS-Kassetten gebildet wird in Anspielung an die verschwundenen Bänder vom aus dem Ruder gelaufenen Polizeieinsatz am 09.12.2007.
Daher auch hier nochmal die Aufforderung: Bitte nehmt ausrangierte VHS-Kassetten mit.

Nicht erwünscht auf der Demo sind Waffen, Pyrotechnik und Glasflaschen. Für eine Weghalbe wird es eh zu kalt sein und was als Waffe zählen kann hat das Gastspiel von Eintracht Frankfurt bei denen von der Seitenstraße vor wenigen Wochen erst bewiesen. Bitte das Taschenmesser also daheim lassen damit die Medienschar nicht wieder einen Grund findet um zu hyperventilieren. Ebenfalls eher nicht hilfreich sind beleidigende und/oder abwertende Gesänge oder Sprechchöre. Wir wollen mit unserer Demo darauf hinweisen, dass es schwarze Schafe bei der Polizei gibt die unter anderem dank fehlender Kennzeichnungspflicht unerkannt bleiben. Sprechchöre die ALLE Polizisten über einen Kamm scheren sind da eher fehl am Platz.
Ausdrücklich erwünscht sind natürlich möglichst kreative Spruchbänder, Transparente, Doppelhalter, Sprechchöre und ähnliches.
Bitte achtet auch auf den Tramverkehr direkt am Ort der Auftaktkundgebung. Es ist verdammt glatt dort und nicht immer ordentlich gestreut. Die Zugänge zur U-Bahn und die Haltestellen der Tram sind bitte freizuhalten.

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss:
Die NPD-Tarnorganisation Bürgerinitiative Ausländerstopp hat wieder einmal mehrere Kundgebungen in München angemeldet, darunter unter anderem eine um 12:30 Uhr am Giesinger Bahnhof. In diesem Bereich ist also mit einem erhöhten Polizeiaufkommen und weiträumig abgesperrten Bereichen zu rechnen. Bitte beachtet dies bei der Anreise und lasst euch nicht provozieren. Nichts ist schädlicher für unsere eigene Demo als Gewalt.

Vielen Dank

Bei Fragen, Wünschen, Anträgen, Tipps, Kritik, Lob oder ähnlichem bitte einfach eine E-Mail an info[ät]lfgr60.de

Termine Dezember

Kurz und knapp ein paar Termine für den besinnlichen Start in den Dezember:

Dienstag 04.12.2012 um 18:60 Uhr
Stammtisch im
Fanheim, Herzogstandtrasse (hinter dem Spielplatz)
U2 Silberhornstraße

Donnerstag 06.12.2012 ab 18:60 Uhr
Podiumsdiskussion zum NSU-Skandal
Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64

Über ein Jahr ist es her, dass die Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt nach einem Banküberfall in Eisenach starben – der Auftakt zu einer Welle von Enthüllungen, die Politik, Gesellschaft und Sicherheitsorgane bis heute erschüttern. Denn längst ist klar: Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) konnte jahrzehntelang unentdeckt rauben und morden, während die Behörden abstritten, es könne so etwas wie extrem rechten Terror überhaupt geben.

Seit Monaten versuchen Sonderermittler und Untersuchungsausschüsse von Berlin bis München nun das Versagen von Verfassungsschutz und Polizei aufzuarbeiten, in wenigen Monaten soll in München der Prozess gegen Beate Zschäpe beginnen, die einzige Überlebende des Kerns des NSU-Netzwerkes.

Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen Wie sehr haben Polizei und Geheimdienste versagt? Wie sehr waren sie verstrickt? Welche Rolle spielen die bayerischen Sicherheitsbehörden? Welche Rolle spielen die Medien? Wie eng verflochten sind die Neonazis aus Thüringen, Sachsen und Bayern? Und nicht zuletzt: Wie geht es den Angehörigen der NSU-Opfer heute? Was sagen sie zu den Ermittlungen und Enthüllungen?

weitere Infos gibts beim a.i.d.a.-Archiv:

Samstag 08.12.2012 ab 12:00 Uhr:
Demonstration 5 Jahre Ama-Derby
Treffpunkt: Tela-Post, Tegernseer Landstr. 7 (U-Bahn Silberhornstrasse)

Die Vorfälle beim Amateure-Derby feiern ihr 5jähriges. Da wollen wir doch ganz herzlich gratulieren. Kleiner Hinweis noch: Wer noch alte VHS-Kasetten rumliegen hat, die er nicht mehr braucht, möge diese bitte mitnehmen. Wir haben da was vor 🙂

weitere Infos gibts bei uns auf der Seite

bei Fragen/Wünschen/Anträgen/Ideen/Vorschlägen gilt wie immer: Mail an
info[ät]lfgr60.de

Aufruf zur Demo „5 Jahre Ama-Derby“ am 08.12.2012 ab 12:00 Uhr

Flyer Vorderseite

Am 9. Dezember jähren sich die Ereignisse um das Amateurderby von 2007 zum 5. Mal.
Es kam an diesem Spieltag zu gewalttätigen Übergriffen der Polizei auf Fans, bei denen mehrere Fußballfans -teilweise schwer- verletzt wurden.
Daraufhin kam es zur Klage gegen den Polizeieinsatz. Die Löwenfans gegen Rechts wandten sich in dieser Sache an den erfahrenen Anwalt Marco Noli, zu dessen Steckenpferden Fußball und politsche Prozesse gehören. Im Laufe des Prozesses gingen auf geradezu abstrusem Weg Daten verloren, Akten wurden nicht ausgehändigt, die Klage wurde durch etliche Instanzen abgewiesen bis hin zum deutschen Bundesverfassungsgericht. Die nächste und letzte Instanz wäre der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, lasst uns sehen was da kommen mag.

Zu diesem Anlass rufen wir zur Demo am Samstag, den 8.12.2012 auf.
Treffpunkt ist 12.00 Uhr, U-Bahn Silberhornstraße, vor der Tela-Post.

Wir wollen endlich ALLE Akten, wir wollen endlich die allgemeine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte. Lasst uns gegen staatliche Repression und willkürliche Polizeigewalt auf die Straße gehen.
Selbstverständlich wollen wir auf dieser Demonstration keine Nazis, Rassisten oder Faschisten, deren beschränktes Weltbild vollkommen entgegengesetzt zu dem steht, was wir ausdrücken wollen. Wir wollen unsere Rechte durchsetzen, für mehr Freiheit und weniger Totalitarismus und Autorität Flagge zeigen!

Zur Veranstaltungsseite auf facebook bitte hier entlang

Bei Fragen, Wünschen, Anträgen und/oder ähnlichem einfach eine E-Mail an info[ät]lfgr60.de

November-Termine die Zweite

Und weiter gehts mit den November-Terminen:

Mittwoch den 14. November 2012 um 18:60 Uhr im Stadtbüro der Münchner Grünen: „Fiese Tricks von Polizei und Justiz“

Die Grüne Jugend München lädt ein zum Vortrag über „Fiese Tricks von Polizei und Justiz“. Ort der Veranstaltung ist das Stadtbüro der Münchner Grünen, Sendlinger Straße 47, 80331 München. Aus der Einladung:

„Die Vorwürfe klingen ungeheuerlich: Polizisten basteln einen Brandsatz oder fertigen Gipsabdrücke selbst an, um Beweismittel zu haben. Beweisvideos und -fotos verschwinden, Falschaussagen werden gedeckt, Observationen verschwiegen, um Straftaten erfinden zu können.“ (ddp am 22.11.2007, 10.26 Uhr)

Aus erster Hand: Ein erschreckender, zuweilen witziger und immer spannender Vortrag mit konkreten Fällen mit Originalauszügen aus Polizei- und Gerichtsakten.

Mehr dazu gibt es auf der Facebook-Seite der Veranstaltung. Wer sich Augenkrebs holen mag ist bei der Infoseite gut aufgehoben.

Samstag 17. November 2012: Fanratbus nach Ismaning zum Spiel der Amateure

Die Zuschauerzahlen der Amateure, also des TSV 1860 München II, in der Ausweichspielstätte in Ismaning lassen diese Saison doch arg zu wünschen übrig. An der Bewirtung vor Ort kann es nicht liegen, die ist sehr zu empfehlen und die Preise auch recht anständig. Auch die Leistung auf dem Platz kann sich, nach sehr holprigem Saisonstart, mittlerweile sehen lassen und man steht aktuell auf Platz 3 der Tabelle. Punktgleich übrigens mit der zweiten Mannschaft eines gewissen Harlachinger Vereins. Der Fanrat bietet am Samstag zum Heimspiel einen Bus nach Ismaning zu einem unschlagbaren Preis an.

Treffpunkt ist am Samstag den 17. November 2012 ab 12:30 Uhr hinter der Gegengerade des Sechzgerstadions (Candidstraße). Die Abfahrt soll um 12:45 Uhr erfolgen. Anpfiff des Spiels ist 14:00 Uhr und mit einer Rückkehr gegen 16:30 Uhr wird gerechnet. Die Fahrt im Gelenkbus, welcher Platz für 150 Löwenfans bietet, kostet 2€
Zur Anmeldung für den Bus genügt eine E-Mail an: axel.dubelowski[ät]tsv1860.de

Montag 19. November 2012, 19:30 Uhr im EineWeltHaus: Filmvorführung „Die Geige aus Cervarolo“

Am Montag den 19. November 2012 im EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München findet eine Filmvorführung statt. Eine Veranstaltung des Initiativkreises „Geige aus Cervarolo“/Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-BdA München/Chris Buhmann in Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung und Kurt-Eisner-Verein Bayern. Aus der Filmbeschreibung:

Während des Zweiten Weltkriegs, kurz bevor er selbst an die Front geschickt wird, legt Virgilio Roval, ein trotz seines jungen Alters im Appennin-Gebirge bei Reggio Emilia bereits bekannter Geiger, seiner Mutter seine wertvolle Geige ans Herz. Er konnte nicht ahnen, was wenige Jahre später das Schicksal seiner Familie sein würde.
Virgilio ist immer noch nicht nach Hause zurückgekehrt, als am 20. März 1944 seine und viele andere Familien aus dem kleinen Dorf Cervarolo Opfer eines Massakers durch deutsche und italienische Truppen werden.

Mehr dazu auf der Internetseite zum Film.

Noch ein Hinweis:

Momentan ist die rechtspopulistische Partei „Die Freiheit“ im Münchner Stadtgebiet sehr aktiv um Unterschriften gegen das geplante „Zentrum für Islam in Europa-München“ zu sammeln. Vordergründig geht es dieser Kleinstpartei um den ehemaligen Pressesprecher von Monika Hohlmeier – Michael Stürzenberger – um den Kampf gegen eine angebliche Islamisierung Europas und gegen „islamistischen Terror“. Stürzenberger schreibt als User „byzanz“ auf dem islamophoben Blog „Politically Incorrect“ (pi-news) und zeichnet für ein Thesenpapier verantwortlich in dem er unter anderem die Ausweisung von Muslimen, die nicht öffentlich von ihrem Glauben abschwören, fordert. Zur Taktik der „Freiheit“ gehört es unter anderem, Muslime oder solche die dafür gehalten werden so lange durch Provokationen und Beleidigungen zu reizen bis diese endlich die gewünschte Reaktion zeigen. Diese Reaktion wird dann wiederum als Beweis für die angebliche Gewalttätigkeit der Muslime angeführt.
Bitte informiert euch und andere über die Hintergründe dieser und ähnlicher Gruppierungen welche es sich zum Ziel gesetzt haben Andersgläubige auszugrenzen. Tragt diese Informationen bitte weiter, damit nicht noch mehr auf die Rattenfänger im Namen einer angeblichen „Freiheit“ hereinfallen.

Ihr habt Fragen/Wünsche/Anträge? Dann schreibt eine E-Mail an info[ät]lfgr60.de oder besucht uns auf Facebook

Aufmarsch der Islamhasser am 10.11.2012

Plakate der Islamhasser

Am gestrigen Samstag den 10.11.2012 fand eine Demo der Rechtspopulisten und Rechtsextremen in München statt. Der Demozug führte, geschützt von einem gewaltigen Polizeiaufgebot, von der Ruppertstraße zum Goetheplatz. Löwenfans waren auch anwesend – auf beiden Seiten.

Was denn nun schon wieder?

Die rechtsextreme „Bürgerbewegung pro Deutschland“ hatte zum Protest aufgerufen. Protestiert werden sollte gegen das geplante Zentrum für Islam in Europa – München. Ein Lieblingsthema der neuen Rechten also: der Islam. Aber dazu später mehr. Während in München ein breites, überparteiliches Bündnis unter dem Motto „München ist bunt“ zur Gegenkundgebung aufrief, fetzten sich die Rechten erstmal untereinander. Die „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ versuchte samt NPD bereits im Vorfeld sich dem Demoaufruf anzuschließen und sagten ihr Kommen zu, trafen aber bei pro Deutschland auf Ablehnung da man sich ja von Nazis distanziert. Dies sollte noch zu gar unterhaltsamen Szenen bei der Demo führen.

Na denn mal los

Bis zum Start des Programms gegen 11:00 Uhr hatten sich am Goetheplatz ca. 1000 MünchnerInnen zur Gegenkundgebung eingefunden. Für das große Bündnis, welches zur Teilnahme aufgerufen hatte, sicherlich eine etwas enttäuschende Zahl. Politiker nahezu aller Parteien die sich dem Bündnis angeschlossen hatten durften dann in Reden viele Dinge ansprechen, die unbedingt nochmals betont werden müssen. Dazu zählen zum Beispiel die Beweggründe der Islamhasser und ihre Methoden. Die Redebeiträge waren ebenso wie die musikalischen Darbietungen der KünstlerInnen von unterschiedlicher Qualität. Und kaum gefällt dem Autor dieser Zeilen das von einer Künstlerin gebotene, versuchen natürlich Nazis die Demo zu stören. Ein kleiner Trupp von fünf dem ultrarechten Spektrum Zuzuordnenden kam fähnchenschwenkend aus unerwarteter Richtung angelaufen was sofort zu Hektik führte, da die Polizei diese Seite der Gegendemo nur unzureichend abgesichert hatte. Das ganze wurde recht schnell von der Polizei gelöst und die Rechten auf die andere Seite des Goetheplatzes geführt auf der eine Zwischenkundgebung der von „pro Deutschland“ angemeldeten Demo stattfinden sollte.

Über twitter und Co. hielt mensch sich währenddessen über das Geschehen auf der Islamhasser-Demo auf dem laufenden und bekam so mit, dass es dort nach Erscheinen der BIA- und Kameradschaftsmitglieder zu Rangeleien gekommen war. Immerhin war dies dann für die anwesende Polizei ein Anlass, einen der Beteiligten festzunehmen, denn die Ausfälligkeiten an der Darul-Quran-Moschee waren dazu scheints nicht ausreichend. Eine unter den so genannten „Islamkritikern“ sehr beliebte Taktik wurde dort angewandt: Provokation, verbunden mit Drohungen. Führen diese zum gewünschten Ergebnis, zu Gewalt durch den Provozierten, dann kann man wenigstens betonen schon immer gewusst zu haben, wie gewalttätig der Moslem ist. Kommt es nicht zum erwünschten, dann hat man wenigstens dem Moslem die Meinung gegeigt. Frei nach dem Motto: Endlich sagts mal einer

Zwischenkundgebung und mittendrin

Zurück zum Geschehen am Goetheplatz und in der Umgebung. Die Polizei hatte aus dem blockierten Nazi-Aufmarsch Anfang diesen Jahres gelernt und alles aus dem süddeutschen Raum zusammen gezogen was nur irgendwie einsatzfähig war. Bereits vor Ankunft der Rechtspopulisten und -extremen waren mehrere Hundertschaften im Umfeld des Ortes der Gegendemo zu erkennen und die geplante Route der Rechten wurde großräumig abgesperrt und bewacht. Bei Ankunft des „pro Deutschland“-Zuges bot sich ein skurriles Bild: Nazis die von Nazis durch Polizei abgetrennt marschieren mussten. Vorn der angemeldete Protest von „pro Deutschland“, dahinter der Zug um Karl Richter und die Aktivisten aus Kameradschaften. Dank eines gellenden Pfeifkonzertes war von den Reden nicht viel zu verstehen, dafür nutzen ein paar – gemeldete Zahlen schwanken zwischen 30 und 70 – Gegendemonstranten die Gelegenheit um die geplante Route zu blockieren.

Die Gegendemo verlief sich ab diesem Zeitpunkt ein wenig. Ein Teil begab sich schon Richtung der geplanten Abschlusskundgebung am Sendlinger Tor während andere einen Weg suchten ebenfalls auf die Linwurmstraße zu gelangen um die Route zu blockieren. Das musikalische Programm am Goetheplatz lief währenddessen weiter. Die Polizei war diesmal nicht nur mit Großaufgebot vertreten, sie reagierte auch sehr schnell und isolierte die Sitzblockade auf der Lindwurmstraße. Am Sendlinger Tor wartete dafür eine Überraschung auf uns, denn dort warteten bereits Fans von Eintracht Frankfurt und skandierten ebenfalls lautstark Parolen gegen die Nazis. Unter fröhlichem Hallo wurden zwischen Fußballfans erstmal Aufkleber getauscht und Äppelwoi angeboten (war nicht schlecht, und die versprochene, beschleunigte Verdauung blieb auch aus).

Endspurt

An der eingekesselten Sitzblockade wurde der Tross der Rechten dann einfach auf dem Fahrradweg vorbeigeführt, wobei hier die Meinungen auseinander gehen, ob die Sitzblockade oder der Zug der Islamhasser zu klein waren. Warum der Beifahrer im Kleinbus der Islamhasser allerdings während der Fahrt fortlaufend die Hand vors Gesicht hielt und geduckt da saß um bloss nicht erkannt zu werden ist mir doch ein wenig rätselhaft. Ist ja nicht so, dass er während der Demo nicht gut erkennbar gewesen wäre. Am Sendlinger Tor angekommen wurden die Rechten umgehend in einen vorher abgesperrten Bereich gebracht und verbrachten dort einige Zeit mit dem Aufbau ihrer Utensilien. Zwischendrin wurde auch Musik gespielt, wobei es nicht unbedingt überraschend ist, dass ausgerechnet Frei.Wild mit unter den vom Band abgespielten Interpreten war. Erstaunlich übrigens, dass Karl Richter, von dem man sich doch so deutlich distanzieren wollte, dann doch sprechen durfte. Sein mitgebrachter Trupp an Kameradschaftlern stand währenddessen etwas verloren am Rand der Demo herum, abgeschirmt von der Polizei.

Die Reden boten das übliche aus der Islamhasserszene schon altbekannte. Begriffe wie Scharia, Islamisten, Salafisten und Co. wurden in einen Topf geworfen und kräftig umgerührt. Wie diese selbst ernannte Szene aus „Islamexperten“ auf die Idee kommt, sie wüssten wovon sie sprechen wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Jedoch zeigten – nicht nur – Gespräche im Umfeld der Demo, dass ihre Hetze nicht unbedingt auf Ablehnung stößt und desöfteren auf fruchtbaren Boden fällt. Für die Taten einer radikalen Minderheit wird der Islam als Religion verantwortlich gemacht, ca. 1,4 Milliarden Menschen über einen Kamm geschoren und aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit als gefährlich dargestellt und schon hat man Ängste geweckt mit denen man spielen kann. Und wenn dies nicht reicht, dann siehe die weiter oben bereits angesprochene Taktik, welche aus einer Mischung aus Provokation, Drohungen und Beleidigungen besteht. Perfide auch, wie die Islamhasser sich als die neue verfolgte Minderheit darstellen wollen und so einen Vergleich zogen mit einer anderen, im Dritten Reich verfolgten Minderheit. Natürlich ohne die Juden explizit zu erwähnen, weil das geht dann doch zu weit. Auch wurde betont, dass man sich ja von den Nazis distanzieren würde und dies auch gezeigt habe, indem man die anderen, also die Gruppe um Karl Richter, nicht mitmarschieren ließ.

Nazis sind immer die anderen und Fazit

Einmal die Absperrungen zur Hälfte umrundet, und schon stand man vor der isoliert stehenden Gruppe um Karl Richter. Dabei handelte es sich zum Teil um exakt diejenigen, die versucht hatten die Gegendemo zu stören. Die wenigen Kameradschaftler dort wirkten doch schon sehr *hüstelt* jugendlich und manch Gegendemonstrant rutschte dahingehend eine Bemerkung raus. Von diesem kleinen Kameradschaftlertrupp abseits befanden sich, meist im angeregten Gespräch vertieft, der bereits mehrmals erwähnte Stadtrat der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ und der bereits mehrmals im rechten Umfeld auffällig gewordene Sven Grams von den „Outsiders“. Ganz amüsant waren die Reaktionen auf die Bezeichnung als Nazis. Während bei der „pro Deutschland“-Demo man sich bemüht von Nazis distanzierte, auf die Kameradschaftler als Nazis hinwies, die man nicht mitmarschieren ließ – während Karl Richter, verurteilt wegen Hitlergrußes während der Vereidigung als Stadtrat, als Redner auftreten durfte, – entblödete sich eben dieser Karl Richter nicht, beim Wort „Nazi“ auf die pro-Demo zu zeigen. Nazis die auf Nazis zeigen um damit davon abzulenken, dass sie Nazis sind. Gegen 16 Uhr wurden dann, nach Abspielen der Nationalhymne, die Plakate und das sonstige Material ins Leihauto gepackt. Ein Leihauto übrigens aus Berlin-Kreuzberg. Vermutlich ebenso konsequent wie das Tragen von Schuhmarken der Imperialisten. Die Kameradschaftler hatten sich zu diesem Zeitpunkt übrigens bereits tröpfchenweise verabschiedet.

Dank gilt allen TeilnehmerInnen der Gegendemo und auch der Polizei. Letztere blieb, bis auf wenige altbekannte Ausnahmen, ruhig und friedlich. Leider zeigten viele Reaktionen im Umfeld der Demo, wie es auch der tägliche Kontakt zeigt, dass noch viel Aufklärungsarbeit wartet damit die Parolen der Islamhasser nicht auf fruchtbaren Boden fallen können. Dazu gehört natürlich sich zu informieren wer sich hinter den so genannten „Bürgerinitiativen“ und „PRO“-Organisatoren versteckt. Eine internationale Vernetzung der Islamhasserszene findet bereits statt. Auch das Erkennen von Symbolen und Codes der Rechten gehört dazu. Das Internet, gern und viel gescholten, bietet natürlich nicht nur den Ultrarechten eine Spielwiese. Es gibt eine Vielzahl an Seiten, auf denen man sich umfassend über rechte Umtriebe und Hintergründe informieren kann, auf denen man Hintergründe über die verschiedenen Spielarten der so genannten „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ erfahren kann und auch Möglichkeiten zum Engagement gegen diese Umtriebe findet.

Bei Fragen/Wünschen/Anträgen schickt uns eine E-Mail an info[ät]lfgr60.de oder besucht unsere Seite auf Facebook

Doku „Blut muss fließen“

Am vergangenen Samstag den 03. November 2012 wurde im „Gabriel-Filmtheater“ die Doku „Blut muss fließen“ gezeigt. Der Journalist Thomas Kuban war mit versteckter Kamera auf Rechtsrock-Konzerten im In- und Ausland unterwegs. Ein Musiktitel kommt im Film immer wieder vor: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Dazu unzählige Coverversionen bei denen bekannte Songs umgedichtet werden mit rassistischen Texten. Immer wieder wird dazu der Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil“ und ähnliches gebrüllt. Aber nicht nur auf Konzerten war der Journalist unterwegs. Szeneläden, in denen es von der Kappe mit Aufdruck teils verbotener Organisationen über CDs einschlägiger Bands bis gar hin zu Waffen alles was das Nazi-Herz begehrt gibt wurden ebenso gefilmt. Nicht minder erschreckend als die Bilder direkt aus dem Innenleben der rechtsextremen Musikszene ist der Versuch, staatliche Stellen mit dem gedrehten Material zu konfrontieren. Ist bereits bei Konzerten zum Teil die Polizei in unmittelbarer Nähe anzutreffen und desinteressiert so steigert sich das unangenehme Gefühl, welches man bei Betrachtung des Films verspürt, endgültig in Wut wenn Thomas Kuban auf Günther Beckstein trifft bei der Vorstellung des bayerischen Verfassungsschutzberichtes. Das Thema Rechtsextremismus wird eher am Rande behandelt und als Herr Beckstein, angesprochen auf die offensichtlichen Straftaten und die Untätigkeit der Behörden meint, man hätte wohl eine, Zitat „Unterschiedliche Auffassung der Gesetzeslage“ ist es endgültig an der Zeit fassungslos und mit offenem Mund auf die Leinwand zu starren. Zur Bundespressekonferenz bleibt dem Journalisten, der nur unter Pseudonym und verkleidet auftritt, dann dank seiner Verkleidung endgültig der Zutritt verwehrt. Aber auch Bürgerinitiativen kommen im Film zu Wort welche sich gegen rechte Umtriebe engagieren.

Im Anschluss an den Film stand der Regisseur Peter Ohlendorf den Fragen des Publikums noch Rede und Antwort. Er betonte, dass die im Film gezeigte Musik der Endpunkt einer langen Reise ist, die für viele bei eher harmlosen Bands beginnt welche als „Einstiegsdroge“ dienen. Eine dieser Bands wird übrigens am Samstag den 10. November 2012 in München auftreten. Am gleichen Tag ist auch, wie der Zufall es will, ein Aufmarsch der extrem rechten, antimuslimischen Splitterpartei „Bürgerbewegung pro Deutschland“ angekündigt. (Dazu wird es hier zeitnah nochmals Infos geben). Auch die Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Films wie auch das Desinteresse seitens der Medien und einiger Stiftungen wurde nochmals angesprochen. Auch wenn sich bei der Fragerunde wieder einmal das Phänomen zeigte, dass es vielen eben nicht um die Beantwortung von Fragen geht sondern eher darum, ihr Herz auszuschütten, so war dies durchaus interessant und erhellend.

Das Interesse an dem Film war am Samstag schier überwältigend, es mussten sogar Gäste abgewiesen werden. Am Mittwoch den 07. November 2012 wird der Film im Konferenzsaal, Maximilianeum, München gezeigt. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes ist eine Voranmeldung erforderlich: barbara.thoerner-hoeck[at]bayernspd-landtag.de. Thomas Kuban hat über seine Recherchen ein Buch geschrieben. Eine Rezension des Buches findet man unter anderem bei blick nach rechts. Weitere Hintergrundinfos über die rechtsextreme Musikszene, über die Musikstile wie auch eine Liste rechtsextremer Musiker gibt es beim Netz gegen Nazis und der Bundeszentrale für politische Bildung. Für ganz starke Mägen gibt es einen Trailer zum Film bei DASDING.de

Veranstaltungshinweise November

Samstag 03.11.2012:
Der Film „Blut muss fließen“ wird am 3. November 2012 um 20.30 Uhr in München gezeigt: „Neues Gabriel Kino“, Dachauer Straße 16.

Er hat die Rechtsrock-Szene mit versteckter Kamera ausgespäht und viel zu oft das „Blutlied“ gehört. Und er fragt sich: Warum kann auf der rechts­extremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden?
Weitere Infos gibt es unter anderem beim Störungsmelder auf Zeit.de

Kartenreservierung unter jugendsekretariat-muenchen[at]dgb.de
Eine Veranstaltung der DGB-Jugend München in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring München-Stadt und a.i.d.a. e.V.
Im Anschluss an die Vorführung stehen Peter Ohlendorf, der Regisseur des Filmes und der Journalist Robert Andreasch für eine Diskussion zur Verfügung.
Unkostenbeitrag/Eintritt: 5€

Der Film wird auch im Landtag gezeigt, und zwar am Mittwoch 07.11.2012 um 19:00 Uhr im Konferenzsaal, Maximilianeum, München
Anmeldung ist erforderlich, da das Platzangebot beschränkt ist: barbara.thoerner-hoeck[at]bayernspd-landtag.de

Montag 05.11.2012 um 19:00 Uhr:
Stammtisch der Löwenfans gegen Rechts im Fanheim in der Herzogstandstraße

Freitag 09.11.2012 von 14:00 bis 16:00 Uhr:
Öffentliche Namenslesung im Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9.11.1938 am Gedenkstein der ehemaligen Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße (hinter dem Künstlerhaus).
Aus der Ankündigung:
Die diesjährige Namenslesung zum Gedenktag der sogenannten Reichskristallnacht erinnert an die 86 Münchnerinnen und Münchner, die im Zuge der Räumung des Israelitischen Krankenheims im Juni 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden. Von ihnen haben nur acht Männer und Frauen die Schoa überlebt.

Samstag 10.11.2012 ab 11:00 Uhr
Wie A.I.D.A. meldet, kündigt die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Deutschland“ einen Aufmarsch („KEINE Großmoschee am Münchner Stachus“) gegen das „Zentrum für Islam in Europa“ (ZIE-M) durch die Innenstadt an.
Beginnen soll der Aufmarsch um 11.00 Uhr mit einer Kundgebung in der Ruppertstr./Ecke Tumblingerstr. und dann über Tumblinger Strasse, Häberlstrasse, Lindwurmstrasse zu einer Abschlusskundgebung am Sendlinger Tor Platz führen.
Mehr Infos über die „Bürgerbewegung pro Deutschland“ gibt es beim Netz gegen Nazis

Bitte erscheint zahlreich zu den Veranstaltungen bzw. der Gegendemo. Seid bei letzterer bitte laut und kreativ und haltet euch mithilfe von A.I.D.A auf dem laufenden
Solltet Ihr Fragen/Wünsche/Anträge/Ideen haben dann schreibt uns an info[at]lfgr60.de

Bericht 1860 Rosenheim – 1860 München II

Am gestrigen Samstag den 20.10.2012 fand in Rosenheim das Regionalliga-Spiel 1860 Rosenheim gegen die U21 unseres TSV statt. Auch bei diesem Spiel kam es wieder zur Begegnung mit „unseren“ Nazis.
Nach einer kurzweiligen Zugfahrt und einem Besuch in einer Wirtschaft ging es ab gen Stadion. Eher durch Zufall begab ich mich mit einigen anderen Löwenfans auf die Haupttribüne und nicht in den Gästekäfig. Unser Platz war aber in unmittelbarer Nähe des Käfigs. Von dort war recht gut zu sehen, wer dort den Ton angab und für die Stimmung verantwortlich war: die Nazis. Die Löwenfans auf der Haupttribüne, misstrauisch beäugt von der Polizei, wollten sich dies nicht bieten lassen und stimmten selbst Gesänge an und auch Sprechchöre gegen die Nazis. Dies wurde von der anwesenden Polizei recht schnell unterbunden mit Hinweis darauf, dass man seine Ruhe haben wolle. Auch der anwesende Szenekundige Beamte tat sich hier hervor indem er die Aufmerksamkeit der Polizei auf die Löwenfans auf der Haupttribüne lenkte. Nach der „letzten Verwarnung“ durch die Polizei kehrte auf der Haupttribüne Ruhe ein.
Beim Stand von 2:0 für die Münchner Löwen verließen zur Halbzeit die Nazis mit der Polizei im Schlepptau den Gästekäfig. Wir machten uns um die 70. Minute herum auf den Weg gen Biergarten da das Spiel eh schon gelaufen schien und das angebotene alkoholfreie Bier eher sehr gewöhnungsbedürftig. Nachdem wir ausgiebig in einem Rosenheimer Biergarten gespeist hatten traten auf einmal zwei Gestalten auf den Plan. Vor dem Biergarten hatten sich zwei Jugendlich aufgebaut, einer davon mit einem Baseballschläger bewaffnet und im „Kategorie C“-Shirt, der andere mit Hakenkreuz-Tattoo auf der Brust. Diese beiden hatten uns als Löwenfans ausgemacht und wollten sich zu uns setzen da es sich bei diesen Beiden ebenfalls um Löwenfans handelte. Bei den ca. 10 anwesenden Löwenfans stieß dieses Vorhaben auf Ablehnung und es wurde sehr deutlich gemacht, dass man mit diesen beiden Löwenfans nichts zu tun haben will. Die Jugendlichen streiften daraufhin um den Biergarten herum und versuchten immer wieder die Löwenfans im Biergarten zu provozieren. Mittlerweile hatten sich auch zwei weitere Kameraden zu ihnen gesellt. Zwischenzeitlich hatte der Wirt den Biergarten abgesperrt und die Bedienungen die Polizei gerufen.
Nach ihrer Ankunft umstellte die Polizei das Gebäude, in das die Nazis sich geflüchtet hatten und nahm den Kameraden mit dem Tattoo fest. Die Personalien der Löwenfans im Biergarten wurden aufgenommen. Am Hauptbahnhof lief uns dann Kamerad „Kategorie C“ erneut über den Weg, diesmal ohne Baseballschläger. Dieser beschwerte sich recht vehement, dass wir an der Verhaftung seines Freundes schuld seien, wurde aber von uns ignoriert.
Fazit: Ich bin heilfroh, dass Spiel wie auch das Rahmenprogramm mit Biergarten vorher und nachher immer in einer größeren Gruppe Löwenfans besucht zu haben. Es bleibt die Hoffnung, dass sich der Verein wie auch die Fanszene weiterhin sehr eindeutig positionieren und zeigen, dass das Gedankengut der Nazis unerwünscht ist.

Blut muss fließen – Filmvorführung und Diskussion

Samstag, 3. November 2012, Uhrzeit: 20:30 (UTC+01)
Veranstaltungsort: Neues Gabriel Kino, Dachauer Str. 16, 80355 München

Über sechs Jahre hat der Journalist Thomas Kuban undercover in der deutschen und europäischen Nazi-Szene recherchiert und über 40 Rechtsrock-Konzerte mit versteckter Kamera gefilmt. Seine Aufnahmen dokumentieren ein erschreckendes Ausmaß an Radikalität und Gewaltbereitschaft. Kuban zeigt auch, welche Bedeutung Musik al s“Einstiegsdroge“ in die rechet Szene hat. Kuban musste dabei immer wieder feststellen, dass Behörden und politisch Verantwortliche in vielen Fällen eher dazu tendieren wegzusehen und zu verh
armlosen, anstatt sich engagiert gegen Nazis einzusetzen. Er dokumentiert aber auch erfolgreiche Gegenwehr.
Im Anschluss an die Vorführung stehen Peter Ohlendorf, der Regisseur des Filmes und der Journalist Robert Andreasch für eine Diskussion zur Verfügung.

Unkostenbeitrag/Eintritt: 5€

Eine Veranstaltung der DGB-Jugend München in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring München und a.i.d.a. e.V.

Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung u verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
(UH)

Für ein buntes Wiesn-Wochenende…Termine 29.09.2012

Achtung: Das a.i.d.a.-Archiv meldet, dass die NPD-Tarnliste „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA) kurzfristig am kommenden Samstag, den 29.09., sieben Kundgebungen in München angemeldet hat. Nachdem Nazis bereits gestern Abend am Jahrestag des Anschlags auf das Oktoberfest am Mahnmal für die Opfer des Anschlags Flugblätter des Kameradschaftsbündnisses „Freien Netz Süd“ verteilt haben, ist dies natürlich eine weitere Provokation, insbesondere, wenn man sich die angemeldeten Orte ansieht:

11:30-12:00h: Asylbewerberunterkunft Baierbrunnerstr. 14 („Gegen Überfremdung und Ausländerkriminalität“)
12:00-12:45h: Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102 („Linke Gewalt stoppen“)
12:45-13:30h: Darul Quran-Moschee, Ruppertstr. 5 („Gegen Überfremdung und Ausländerkriminalität)
13:30-14:15h: Kulturladen Westend, Ligsalzstr. 44 („Linke Gewalt stoppen“)
…14:15-15:00h: Feierwerk, Hansastr. 39 („Linke Gewalt stoppen“)
15:30-16:15h: Hostel im ehem. Verwaltungsgebäude Klinge-Pharma, Berg-am-Laim-Str- 127-129 („Gegen Überfremdung und Ausländerkriminalität“)
16:30-17:30h: Mira-Center, Schleißheimerstr. 506 („Gegen Überfremdung und Ausländerkriminalität“)

Die Planung von Gegenprotesten hat begonnen, am besten könnt Ihr Euch auf http://aida-archiv.de/ auf dem aktuellsten Stand halten.
Zudem hält die rechtspopulistische Kleinpartei „Die Freiheit“ am kommenden Samstag von 11-17h eine Kundgebung am Orléansplatz ab.

Stammtisch – JETZT NEU – in der Kastanienklause

Das Fanheim, lange Zeit Heimat des allmonatlichen Stammtisches, musste leider schließen. Anwohnerbeschwerden, nicht eben unberechtigt, sollen hierfür der Grund gewesen sein. Ob und wann das Fanheim wieder geöffnet wird und unter welchen Bedingungen ist leider fraglich. Für den nächsten Stammtisch wurde jedoch, danke Herbert, eine Ausweichlocation gefunden. Man trifft sich also am

Dienstag den 02.10.2012 um 18:60 Uhr
in der Kastanienklause
Martin-Luther-Str. 11, ECKE Zehentbauernstraße

(und bevor es von google eine auf den Latz gibt, verlinken wir das Streetview-Ergebnis mal lieber nicht. Die Wirtschaft befindet sich in unmittelbarer Nähe des Sechzgerstadions an welchem übrigens noch kräftig gebaut wird)