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Löwenfans gegen Rechts – Neujahrsempfang

Es ist wieder einmal soweit: Wie jedes Jahr laden wir euch alle herzlich zu unserem Neujahrsempfang ein. Dieses Mal im Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße 64.

Die Zeit ist Reif für ein paar Ankündigungen! Das Unterhaltungsprogramm sieht folgendes vor:

1328 Beercore (Punkrock)
Sentilo Sono (Ska)

Im Anschluss geht’s mit Vinyl weiter.

Außerdem wird neben dem Saal auch die Kellerbar geöffnet sein. Hier gibt’s dann Rap von den 80ern bis heute & Schnaps.

Hier ist unsere Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/247923165902491/

Wir sehen uns am Samstag, den 5. Januar 2019 von 19:00 bis 02:00

im DGB-Haus (Hinterhof) Schwanthalerstraße 64, 80336 München
F

Für unsere Veranstaltung gilt Einlassvorbehalt. „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.“

Veranstaltungstipps für Samstag den 16.02.2013

Zwei Veranstaltungen mit leider leichten Überschneidungen finden am kommenden Samstag statt:

Samstag, 16.02.2013 14:00 Uhr – 18:00 Uhr Bayerischer Landtag, Maximilianeum, München

Fairplay heißt Toleranz und Respekt vor dem sportlichen Gegner. In diesem Sinne kann Sport einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer aufgeschlossenen und integrativen Gesellschaft leisten. Nicht immer halten sich jedoch alle an diese Regel – sowohl auf als auch neben dem Platz.

Gerade migrantisch geprägte Sportvereine sehen sich noch zu oft mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert. Das große Potential, das gerade diese Vereine im Hinblick auf Verständigung und Integration in sich tragen, wird gleichzeitig allzu häufig übersehen.

Weitere Infos und Anmeldung

Samstag, 16.02.2013 18:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr: Die junge Nacht der Clubs – gemeinsam feiern für Toleranz und Respekt

Haltung zeigen kann viele Gesichter haben und findet nicht nur in Form von Diskussion und Argumentation statt. Respektvoll zusammenleben kann man in vielen Formen, z.B. auch indem man miteinander feiert – für Toleranz und Respekt.

Willkommen ist wer Respekt mitbringt, gegenüber:

– denjenigen aus dem anderen Viertel
– denjenigen mit einer anderen Herkunft und/oder Sprache
– denjenigen mit einem anderen Glauben
– denjenigen mit einer anderen sexuellen Orientierung
– denjenigen die körperlich nicht unversehrt sind
– all denen die „anders“ sind

Die Löwenfans gegen Rechts freuen sich schon aufs Atomic Cafe und hoffentlich viele Mitfeiernde.
Weitere Infos gibt es auf der Seite der Kampagne Laut gegen Brauntöne und auf der Veranstaltungsseite auf facebook.

Februar-Stammtisch

Wie gewohnt findet unser monatlicher Stammtisch am 1. Dienstag im Monat statt:

Dienstag, 05. Februar 2013
Uhrzeit: 18:60 Uhr
Ort: Fanheim, Herzogstanstraße 18
(U-Bahn Silberhornstrasse)

Wer sich engagieren möchte oder Themenvorschläge hat ist natürlich gern gesehen. Es gilt natürlich der Einlassvorbehalt.
Natürlich können auch Themen, Fragen, Wünsche, Vorschläge, Lob, Kritik wie gewohnt an unsere E-Mail-Adresse info[ät]lfgr60.de gesendet werden. Wer über einen Facebook-Account verfügt darf gern unsere Facebook-Seite besuchen.

Demonstration „5 Jahre Ama-Derby“ am 08.12.2012

Flyer Vorderseite

Am morgigen Samstag den 08. Dezember 2012 findet die Demo „5 Jahre Ama-Derby“ statt. Kurz ein paar Dinge zum Ablauf:

Treffpunkt ist um 12:00 Uhr an der Tela-Post
Tegernseer Platz 7
(U-Bahn Silberhornstrasse)

Nach einer kurzen Auftaktkundgebung geht es von dort aus über die Ichostraße und die Martin-Luther-Straße wieder auf die Tegernseer Landstraße zur Abschlusskundgebung welche vor dem Sechzgerstadion stattfindet. Dort wird es Redebeiträge geben, unter anderem von unserem Anwalt Marco Noli. Außerdem ist geplant, dass vor dem Stadion ein Haufen aus alten VHS-Kassetten gebildet wird in Anspielung an die verschwundenen Bänder vom aus dem Ruder gelaufenen Polizeieinsatz am 09.12.2007.
Daher auch hier nochmal die Aufforderung: Bitte nehmt ausrangierte VHS-Kassetten mit.

Nicht erwünscht auf der Demo sind Waffen, Pyrotechnik und Glasflaschen. Für eine Weghalbe wird es eh zu kalt sein und was als Waffe zählen kann hat das Gastspiel von Eintracht Frankfurt bei denen von der Seitenstraße vor wenigen Wochen erst bewiesen. Bitte das Taschenmesser also daheim lassen damit die Medienschar nicht wieder einen Grund findet um zu hyperventilieren. Ebenfalls eher nicht hilfreich sind beleidigende und/oder abwertende Gesänge oder Sprechchöre. Wir wollen mit unserer Demo darauf hinweisen, dass es schwarze Schafe bei der Polizei gibt die unter anderem dank fehlender Kennzeichnungspflicht unerkannt bleiben. Sprechchöre die ALLE Polizisten über einen Kamm scheren sind da eher fehl am Platz.
Ausdrücklich erwünscht sind natürlich möglichst kreative Spruchbänder, Transparente, Doppelhalter, Sprechchöre und ähnliches.
Bitte achtet auch auf den Tramverkehr direkt am Ort der Auftaktkundgebung. Es ist verdammt glatt dort und nicht immer ordentlich gestreut. Die Zugänge zur U-Bahn und die Haltestellen der Tram sind bitte freizuhalten.

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss:
Die NPD-Tarnorganisation Bürgerinitiative Ausländerstopp hat wieder einmal mehrere Kundgebungen in München angemeldet, darunter unter anderem eine um 12:30 Uhr am Giesinger Bahnhof. In diesem Bereich ist also mit einem erhöhten Polizeiaufkommen und weiträumig abgesperrten Bereichen zu rechnen. Bitte beachtet dies bei der Anreise und lasst euch nicht provozieren. Nichts ist schädlicher für unsere eigene Demo als Gewalt.

Vielen Dank

Bei Fragen, Wünschen, Anträgen, Tipps, Kritik, Lob oder ähnlichem bitte einfach eine E-Mail an info[ät]lfgr60.de

Doku „Blut muss fließen“

Am vergangenen Samstag den 03. November 2012 wurde im „Gabriel-Filmtheater“ die Doku „Blut muss fließen“ gezeigt. Der Journalist Thomas Kuban war mit versteckter Kamera auf Rechtsrock-Konzerten im In- und Ausland unterwegs. Ein Musiktitel kommt im Film immer wieder vor: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Dazu unzählige Coverversionen bei denen bekannte Songs umgedichtet werden mit rassistischen Texten. Immer wieder wird dazu der Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil“ und ähnliches gebrüllt. Aber nicht nur auf Konzerten war der Journalist unterwegs. Szeneläden, in denen es von der Kappe mit Aufdruck teils verbotener Organisationen über CDs einschlägiger Bands bis gar hin zu Waffen alles was das Nazi-Herz begehrt gibt wurden ebenso gefilmt. Nicht minder erschreckend als die Bilder direkt aus dem Innenleben der rechtsextremen Musikszene ist der Versuch, staatliche Stellen mit dem gedrehten Material zu konfrontieren. Ist bereits bei Konzerten zum Teil die Polizei in unmittelbarer Nähe anzutreffen und desinteressiert so steigert sich das unangenehme Gefühl, welches man bei Betrachtung des Films verspürt, endgültig in Wut wenn Thomas Kuban auf Günther Beckstein trifft bei der Vorstellung des bayerischen Verfassungsschutzberichtes. Das Thema Rechtsextremismus wird eher am Rande behandelt und als Herr Beckstein, angesprochen auf die offensichtlichen Straftaten und die Untätigkeit der Behörden meint, man hätte wohl eine, Zitat „Unterschiedliche Auffassung der Gesetzeslage“ ist es endgültig an der Zeit fassungslos und mit offenem Mund auf die Leinwand zu starren. Zur Bundespressekonferenz bleibt dem Journalisten, der nur unter Pseudonym und verkleidet auftritt, dann dank seiner Verkleidung endgültig der Zutritt verwehrt. Aber auch Bürgerinitiativen kommen im Film zu Wort welche sich gegen rechte Umtriebe engagieren.

Im Anschluss an den Film stand der Regisseur Peter Ohlendorf den Fragen des Publikums noch Rede und Antwort. Er betonte, dass die im Film gezeigte Musik der Endpunkt einer langen Reise ist, die für viele bei eher harmlosen Bands beginnt welche als „Einstiegsdroge“ dienen. Eine dieser Bands wird übrigens am Samstag den 10. November 2012 in München auftreten. Am gleichen Tag ist auch, wie der Zufall es will, ein Aufmarsch der extrem rechten, antimuslimischen Splitterpartei „Bürgerbewegung pro Deutschland“ angekündigt. (Dazu wird es hier zeitnah nochmals Infos geben). Auch die Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Films wie auch das Desinteresse seitens der Medien und einiger Stiftungen wurde nochmals angesprochen. Auch wenn sich bei der Fragerunde wieder einmal das Phänomen zeigte, dass es vielen eben nicht um die Beantwortung von Fragen geht sondern eher darum, ihr Herz auszuschütten, so war dies durchaus interessant und erhellend.

Das Interesse an dem Film war am Samstag schier überwältigend, es mussten sogar Gäste abgewiesen werden. Am Mittwoch den 07. November 2012 wird der Film im Konferenzsaal, Maximilianeum, München gezeigt. Aufgrund des begrenzten Platzangebotes ist eine Voranmeldung erforderlich: barbara.thoerner-hoeck[at]bayernspd-landtag.de. Thomas Kuban hat über seine Recherchen ein Buch geschrieben. Eine Rezension des Buches findet man unter anderem bei blick nach rechts. Weitere Hintergrundinfos über die rechtsextreme Musikszene, über die Musikstile wie auch eine Liste rechtsextremer Musiker gibt es beim Netz gegen Nazis und der Bundeszentrale für politische Bildung. Für ganz starke Mägen gibt es einen Trailer zum Film bei DASDING.de

Bericht 1860 Rosenheim – 1860 München II

Am gestrigen Samstag den 20.10.2012 fand in Rosenheim das Regionalliga-Spiel 1860 Rosenheim gegen die U21 unseres TSV statt. Auch bei diesem Spiel kam es wieder zur Begegnung mit „unseren“ Nazis.
Nach einer kurzweiligen Zugfahrt und einem Besuch in einer Wirtschaft ging es ab gen Stadion. Eher durch Zufall begab ich mich mit einigen anderen Löwenfans auf die Haupttribüne und nicht in den Gästekäfig. Unser Platz war aber in unmittelbarer Nähe des Käfigs. Von dort war recht gut zu sehen, wer dort den Ton angab und für die Stimmung verantwortlich war: die Nazis. Die Löwenfans auf der Haupttribüne, misstrauisch beäugt von der Polizei, wollten sich dies nicht bieten lassen und stimmten selbst Gesänge an und auch Sprechchöre gegen die Nazis. Dies wurde von der anwesenden Polizei recht schnell unterbunden mit Hinweis darauf, dass man seine Ruhe haben wolle. Auch der anwesende Szenekundige Beamte tat sich hier hervor indem er die Aufmerksamkeit der Polizei auf die Löwenfans auf der Haupttribüne lenkte. Nach der „letzten Verwarnung“ durch die Polizei kehrte auf der Haupttribüne Ruhe ein.
Beim Stand von 2:0 für die Münchner Löwen verließen zur Halbzeit die Nazis mit der Polizei im Schlepptau den Gästekäfig. Wir machten uns um die 70. Minute herum auf den Weg gen Biergarten da das Spiel eh schon gelaufen schien und das angebotene alkoholfreie Bier eher sehr gewöhnungsbedürftig. Nachdem wir ausgiebig in einem Rosenheimer Biergarten gespeist hatten traten auf einmal zwei Gestalten auf den Plan. Vor dem Biergarten hatten sich zwei Jugendlich aufgebaut, einer davon mit einem Baseballschläger bewaffnet und im „Kategorie C“-Shirt, der andere mit Hakenkreuz-Tattoo auf der Brust. Diese beiden hatten uns als Löwenfans ausgemacht und wollten sich zu uns setzen da es sich bei diesen Beiden ebenfalls um Löwenfans handelte. Bei den ca. 10 anwesenden Löwenfans stieß dieses Vorhaben auf Ablehnung und es wurde sehr deutlich gemacht, dass man mit diesen beiden Löwenfans nichts zu tun haben will. Die Jugendlichen streiften daraufhin um den Biergarten herum und versuchten immer wieder die Löwenfans im Biergarten zu provozieren. Mittlerweile hatten sich auch zwei weitere Kameraden zu ihnen gesellt. Zwischenzeitlich hatte der Wirt den Biergarten abgesperrt und die Bedienungen die Polizei gerufen.
Nach ihrer Ankunft umstellte die Polizei das Gebäude, in das die Nazis sich geflüchtet hatten und nahm den Kameraden mit dem Tattoo fest. Die Personalien der Löwenfans im Biergarten wurden aufgenommen. Am Hauptbahnhof lief uns dann Kamerad „Kategorie C“ erneut über den Weg, diesmal ohne Baseballschläger. Dieser beschwerte sich recht vehement, dass wir an der Verhaftung seines Freundes schuld seien, wurde aber von uns ignoriert.
Fazit: Ich bin heilfroh, dass Spiel wie auch das Rahmenprogramm mit Biergarten vorher und nachher immer in einer größeren Gruppe Löwenfans besucht zu haben. Es bleibt die Hoffnung, dass sich der Verein wie auch die Fanszene weiterhin sehr eindeutig positionieren und zeigen, dass das Gedankengut der Nazis unerwünscht ist.

Blut muss fließen – Filmvorführung und Diskussion

Samstag, 3. November 2012, Uhrzeit: 20:30 (UTC+01)
Veranstaltungsort: Neues Gabriel Kino, Dachauer Str. 16, 80355 München

Über sechs Jahre hat der Journalist Thomas Kuban undercover in der deutschen und europäischen Nazi-Szene recherchiert und über 40 Rechtsrock-Konzerte mit versteckter Kamera gefilmt. Seine Aufnahmen dokumentieren ein erschreckendes Ausmaß an Radikalität und Gewaltbereitschaft. Kuban zeigt auch, welche Bedeutung Musik al s“Einstiegsdroge“ in die rechet Szene hat. Kuban musste dabei immer wieder feststellen, dass Behörden und politisch Verantwortliche in vielen Fällen eher dazu tendieren wegzusehen und zu verh
armlosen, anstatt sich engagiert gegen Nazis einzusetzen. Er dokumentiert aber auch erfolgreiche Gegenwehr.
Im Anschluss an die Vorführung stehen Peter Ohlendorf, der Regisseur des Filmes und der Journalist Robert Andreasch für eine Diskussion zur Verfügung.

Unkostenbeitrag/Eintritt: 5€

Eine Veranstaltung der DGB-Jugend München in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring München und a.i.d.a. e.V.

Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zugang zur Veranstaltung u verwehren oder sie von dieser auszuschließen.
(UH)

…und Fußball wird auch gespielt

Es ist noch nicht allzu lang her, da folgten die Löwenfans gegen Rechts einer Einladung zu einem Fußball-Turnier in Berlin. Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Franziskaner THC fand dieses statt und es folgten ein nahezu perfektes Wochenende in der Hauptstadt (Bericht folgt). Der bunt zusammengewürfelte LfgR-Haufen schlug sich recht wacker bei diesem Turnier und es kam die Frage auf: Warum eigentlich keine eigene LfgR-Mannschaft
Und so wird seitdem fleißig trainiert. Die Trainingszeiten sind:

Donnerstags 18 Uhr 60 und sonntags 17:00 Uhr

am

Fanheim in der Herzogstandstraße (da beim Spielplatz)

Wer Liebe/Lust/Laune hat mitzumachen darf natürlich vorbeischauen. Die nächste Turnier-Teilnahme kommt bestimmt.

Kleinfeldturnier „Isar-Schalker“

Am 2. Juni 2012 hat unsere LFGR-Fußballmannschaft am Jubiläumsturnier zum 15-jährigen Bestehen der „Isar-Schalker München“ teilgenommen. Leider hatten wir einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Trotz der Anstrengungen unserer Freunde von den „Isar-Schalkern“ und den „Clubberern Maxfeld Schobbershuf“ diese zu kompensieren, hat es nur zum letzten Platz gereicht. Allerdings war die Platzierung, auf Grund von Bier(garten), Konzerten und freundlicher Atmosphäre, natürlich nebensächlich.

Nur nichts anbrennen lassen – Eine Satire von Gerd Dembowski

Als der Sportroboter Rolf Töpperwien sich mal im Suff selbst angezündet hat, muss sein Kollege Johannes B. Kerner gut aufgepasst haben. Der Baptist eilte neulich aus der TV-Sendung „Hart aber fair“ und zündete mit einer Bengalfackel eine Puppe an. Kerner, der Burner – live! Das zeigte, wie schnell Kinder im Fußballstadion anbrennen können. Niemand erklärte, auch nicht am Abend danach bei „Menschen bei Maischberger“, dass die Zahl verletzter Stadionbesucher im Profifußball quasi gen null geht. Ob Kerner demnächst versucht, eine Bierbauchpuppe vatertagspräventiv totzubesaufen ist nicht bekannt. Ob er demnächst vom Motorrad auf Polizistendummies schießt, wahlweise an Pappwirten und Trachtendoubles demonstriert, wie gefährlich Schlägereien in Kneipen, beim Oktoberfest oder bei Schützenfesten sind, bleibt unklar.
Oliver Pocher stand ihm als Fanexperte zur Seite und bei „Maischberger“ waren es Bernd Stelter und Marijke Amado. Vielleicht dürfen ja demnächst Wissenschaftler und Fansprecher als Flachpfannen-Comedians in einer Fan-Mini-Playback-Show auftreten.
Die Fans in der Kritik nennen sich Ultra, wie Monatsbinden. Einige von ihnen zünden aus postpubertärem Gebaren Pyrostangen, damit sie auch mal was am Fackeln haben. Und dazu – unfassbar: Freudestrahlende Kinder und Eventottos! Sie laufen! Auf den Rasen! In ihnen allesamt erkannte Maischberger die „Taliban des Fußballs“. Bei Redaktionsschluss war noch offen, ob der Verband deutscher Taliban Maischberger dafür zerfleischbergern will oder ob die Opfer der Taliban sich bei ihr für diese längst überfällige Klarstellung von Relationen bedanken. In einem Land, in dem der Bund deutscher Ärzte ohne massenhaften Entzug von Approbationen Homosexuelle therapeutisch „heilen“ darf, ohne als desintegriert zu gelten, hätten die Taliban gegen Maischberger eh keine Chance.
Der Verbalhooliganismus von „Hart aber fair“ und „Maischberger“ bedeutet, man kann es nicht anders sagen, eine neue Qualität. Vielleicht sogar eine neue Dimension der geballten Verblödungsgewalt? Der wie entmündigt aus der Wäsche schauende Milchbubi Pocher verkündete neugutbürgerlich empört, dass er bei der EM in die Ukraine auf seine Lachsschnittchen verzichten will, weil er von seinem Fünf-Sterne-Hotel zur VIP-Loge kein Panzerwagentaxi gestellt bekommt. Wahrscheinlich darf er weiter aus heimischen TV-Geräten heraus die Einschaltenden mit seinen verantwortlichen Expertisen zu Schamhaarfrisur, zum Ausbruch des Dritten Weltkriegs und vielleicht sogar zu Fußball gefühlsbefeuernd terrorisieren. Es wäre eine nationale Entlastung, wenn ihn wenigstens für vier Wochen auch mal die Ukrainer haben dürften.
Bei Maischberger saß übrigens auch noch der Töpperwien. Niemand befragte ihn zu seinen persönlichen Erfahrungen mit Feuerwerk unter Alkoholeinfluss. Aber das Töppi mümmelt sich nicht traurig zwischen seine faltigen Borstenbacken. Vorwürfe, er hätte sich auf Kosten der öffentlich-rechtlich nennenden Anstalten jahrelang durch ganz Europa gehurt, haben ihn ja auch nie interessiert. Stattdessen plaudert er aus der Rumflasche, wie asi er überall auf der Welt Fußballfans erlebt hat. Fußballfans aller Welt huldigen ihm trotzdem: Dem Wissenden, dem Überlebenden, dem Töpperwien. Denn er ist ein Ultra im Bette.

Dankeschön an Gerd Dembowski für diesen Text, den wir hier veröffentlichen dürfen.

Fahrer gesucht für Kleinfeldturnier in Berlin vom 25.05. bis 27.05.2012

Das Turnier findet am 25.05.-26.05.2012 statt (Urlaubstag also einplanen am 25.05. für die Anreise).
Zeitplan:

Hinfahrt: Freitag 25.05.2012: 20 Uhr: Aufwärmen im Franziskaner mit Auslosung
Samstag 26.05.2012: 10-18 Uhr Turnier, ab 20 Uhr dann Party…
Rückfahrt: irgendwann am Sonntag

Wer kann mit nem 9er hochfahren oder stellt sich zur Verfügung mit seinem Auto (dann brauchen wir mindestens 2 Autos samt Fahrern?).
Rückmeldungen bitte an: info@lfgr60.de
Danke (UH)

sale! sale! sale!

Protest 27.4.2006Am 27. April jährt sich der Verkauf der Allianz­Arena-Anteile zum sechsten Mal. Damals haben alle möglichen Fan-Seiten für 60 Stunden aus Protest die Farbe gewechselt, z.B. das Löwen­forum, auch (und im übrigen als erste) die der LFGR. Wie das damals aussah, seht ihr hier. Nicht schön.

Die gute Nachricht: Unsere Befürchtungen sind nicht eingetroffen.

Die schlechte Nachricht: Es kam alles schlimmer als befürchtet.