Archiv der Kategorie: LFGR

Stammtisch am 4.September

Wir laden alle Löwenfans herzlich zu unserem nächsten Stammtisch ein:

Wir treffen uns diesmal am Mittwoch ,dem 4. September 2019, um 18.60 Uhr im Fanheim am Louisoder-Spielplatz in Obergiesing (Eingang über Herzogstandstraße).

Bis dahin: Auf die Löwen!

Stellungnahme der Löwenfans gegen Rechts zum Verbot der Zaunfahne von Red Kaos Zwickau

Mit Verwunderung haben wir Löwenfans gegen Rechts die Nachricht gelesen, dass die Münchner Staatsanwaltschaft den TSV 1860 München aufgefordert hat, beim morgigen Spiel gegen den FSV Zwickau das Aufhängen der Zaunfahne vom Red Kaos zu verbieten.

Diese erfülle den Tatbestand des § 86a StGB – das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Eine entfernte Ähnlichkeit zwischen dem „S“ auf der Zaunfahne und der Sigrune, deren Verwendung strafbar ist, lässt sich sicherlich nicht gänzlich verneinen. Bezüglich der Interpretation von Symbolen gibt es aber immer einen gewissen Spielraum. Sowohl der Kontext als auch die beteiligten Personen sollten immer genau betrachtet werden, insbesondere wenn die Darstellung eines verbotenen Symbols bei einem genauen Vergleich alles andere als eindeutig ist. Hier hätten wir uns seitens der Staatsanwaltschaft mehr Fingerspitzengefühl erhofft. (Oder warum dürfen dann noch so viele griechische Restaurants eine „Sigrune“ in ihrem Namen führen?)

Bereits im Vorfeld haben wir unseren Fanbeauftragten auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Fahne aus unserer Sicht „unbedenklich“ ist, zumal Red Kaos nicht dem rechten Spektrum zugeordnet werden kann. Es ist bedauerlich, dass der Oberstaatsanwalt den Argumenten des TSV 1860 München, der Fanprojekte aus beiden Städten und des DFB nicht gefolgt ist.

Wir haben absolutes Verständnis dafür, dass Red Kaos, die diese Fahne seit über 20 Jahren in ganz Deutschland zeigt, sich entschlossen hat, nicht nach München zu reisen und damit ein deutliches Zeichen gegen diese überzogene Maßnahme der Münchner Staatsanwaltschaft setzt. Wir wünschen uns aber, dass Red Kaos nächstes Jahr wieder kommt und wir zeigen können, dass „Münchner Willkommenskultur“ eigentlich etwas anderes bedeutet.

https://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Zaunfahne-verboten-Red-Kaos-reist-nicht-nach-Muenchen&folder=sites&site=news_detail&news_id=20582&fbclid=IwAR1hrWyaP0keoj-hwwQuG_Cr2icbI7TqGbj6steBcXGfqeW1B52YYu_Gi8E

Für eine lebendige Erinnerungskultur in Sportvereinen! Vortrag und Diskussion am 16. Juli 2019

Im Juni 2009 erschien Anton Löffelmeiers Buch „Die Löwen unterm Hakenkreuz“ – und beleuchtete erstmals die Geschichte des TSV München von 1860 e.V. während des Nationalsozialismus. Zehn Jahre später möchten wir, die Löwenfans gegen Rechts, gemeinsam mit Anton Löffelmeier das Thema Erinnerungskultur bei unseren Löwen wieder aufleben lassen. Dazu laden wir am 16. Juli zu einem Vortrags- und Diskussionsabend im Riffraff ein.

Bis heute fällt es vielen Sportvereinen schwer, sich mit ihrer Rolle während des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Insbesondere die Geschäftsführungen und Marketingabteilungen bekannter Fußballvereine wollen ihre „Marke“ nur ungern in Verbindung mit den grausamen Verbrechen der Nationalsozialisten sehen.
Dabei haben gerade große Sportvereine die einmalige Chance, ihre Mitglieder, Fans und die Öffentlichkeit mit kreativen Aktionen an ihre Vielseitigkeit und Geschichte zu erinnern. Und können so im besten Fall verhindern, dass sich Rassismus und jede andere Form von Menschenfeindlichkeit in den Sportvereinen und der Gesellschaft weiter ausbreiten.

Stadion-Choreografien, Erinnerungstafeln, Ausstellungen, Social Media-Kampagnen, Zeitzeugengespräche oder Gedenkstättenbesuche – Erinnerungskultur kann so vielfältig sein wie die Vereine und ihre Mitglieder selbst. Am 16. Juli wollen wir an verschiedene jüdische Mitglieder des TSV München von 1860 e.V. erinnern und anschließend im Hier und Jetzt diskutieren, wie eine lebendige Erinnerungskultur in einem Sportverein aussehen und was sie bewirken kann.

Ablauf
1. Vortrag und Bilderpräsentation von Anton Löffelmeier zu jüdischen Mitgliedern des TSV München von 1860 e.V.
2. Podiumsdiskussion „Erinnerungskultur in Sportvereinen – Wie und wozu?“
  mit
• Robert von Bennigsen, Beirat der Geschäftsführungs-GmbH der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA 
• Christian Exner, Mitarbeiter beim Fanprojekt München 
• Löwenfans gegen Rechts
• Anton Löffelmeier, Archivar im Stadtarchiv München und Autor des Buches „Die Löwen unterm Hakenkreuz“ 
• Beatrix Zurek, Leiterin des Referats für Bildung und Sport der Stadt München 

Moderation: Achim Sechzig Bogdahn

3. Fragen und Diskussion mit dem Publikum

Wann? Dienstag, 16. Juli 2019, 18.60 Uhr
Wo?     Riffraff, Tegernseer Landstraße 96

Wir sehen uns!

Löwenfans gegen Rechts gewinnen den Fair Play Cup in Wien

Bei unserer fünften Teilnahme am Ute Bock Cup in Wien hat es endlich mal mit einem Titelgewinn geklappt: Dank einer überragenden Mannschaftsleistung konnten wir den Fair Play Cup 2019 mit nach Hause nehmen!
Dabei war die Ausgangsposition nicht ganz leicht, denn wir mussten gleich auf drei Stammspieler*innen verzichten, die aufgrund familiärer Verpflichtungen nicht mitfahren konnten. Dafür wurde unser Team mit einigen Neuzugängen gezielt verstärkt.
Im ersten Spiel der Gruppenphase kam es gleich zu einem Zusammentreffen mit dem Finalgegner des letzten Jahres, dem Team von Flucht nach vorne. Dabei stellte Neuzugang Valli, der erst zwei Tage zuvor als Exillöwe aus Würzburg verpflichtet werden konnte, gleich seine herausragenden Qualitäten im Tor der Löwenfans gegen Rechts unter Beweis. Das Zusammenspiel der jungen Truppe klappte noch nicht auf allen Positionen zu 100%, mit dem 0:0 konnten wir zufrieden vom Platz gehen. Es folgten zwei unglückliche Niederlagen gegen den Verein Gin und die Kickaz, wobei die mangelnde Chancenverwertung das größte Problem darstellte. Duch das Zusammenspiel lief immer besser, so dass wir nach einer verdienten Mittagspause hochmotiviert in den Fair Play Cup starteten.
Endlich platzte auch vorne der Knoten, und mit einem verdienten 1:0 durch den Schalker Philipp gewannen wir das Achtelfinale gegen Natuleya. Weiter ging’s gegen das Team Arena. Beflügelt von der ausgelobten Prämie – für jede Runde, die das Team weiterkommen sollte, würde es Spritzer für alle geben – gelang gegen Arena ein 2:1. Jetzt lief es im Team Weiß-blau!
In einem taktisch wie technisch hochwertigen Spiel gegen das Team Ballesterer (immerhin ehemaliger Ute Bock Cup-Sieger!) erzielte Lokalmatador Jürgen nach einer Traumvorlage von Nadine das einzige Tor des Spiels – und so standen wir im Finale gegen Queer Base. Obwohl gezeichnet vom langen Tag, gaben die Spieler*innen noch einmal alles und konnten dieses verdient mit 2:0 für sich entscheiden. Der Titelgewinn wurde anschließend noch gebührend im legendären Flag gefeiert…
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei allen, die diesen Titelgewinn möglich gemacht haben, allen voran den Spieler*innen Andi, Andrusch, Christian, Jürgen, Martin, Moritzi, Nadine, Paul, Philippinho, Sylvie und Valli sowie den Freund_innen der Friedhofstribüne, die wieder einmal eine wunderschöne Veranstaltung auf die Beine gestellt haben!
Nächstes Jahr greifen wir nach dem Pokal mit der Fledermaus!

Gedenkstättenfahrt des Fanprojekts München

Das Fanprojekt München führt Anfang Juli eine Gedenkstättenfahrt nach Österreich durch. Neben einer Führung durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen stehen eine Stadtführung durch Linz und ein Besuch des Gedenkorts Schloss Hartheim auf dem Programm.

Es gibt noch freie Plätze.
Mehr Informationen über die Fahrt findet Ihr in der Anlage oder bekommt Ihr bei den Mitarbeitern vom Fanprojekt.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Verwendung des Erlöses der Soulidarity Forever-Party 2019

Wie angekündigt, geben wir den gesamte Erlös aus unserer grandiosen „Soulidarity Forever“-Party weiter, und zwar an zwei Personen aus den eigenen Reihen, die unser Mehrheitsgesellschafter bzw. dessen Beauftragte in juristische Auseinandersetzungen gezogen haben, an einen Löwenfreund, der ebenfalls noch Anwaltskosten zu tragen hat, sowie an den Heimatstern e.V.
(An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die mit uns gefeiert, getrunken, getanzt und gespendet haben!)

Der Heimatstern e.V. unterstützt seit 2016 Menschen in Not, indem er Entwicklungshilfe in Afrika leistet und Projekte z.B. in Griechenland und in Rumänien, aber auch vor Ort in München umsetzt. Da das Team ehrenamtlich arbeitet, gehen alle Spenden vollständig in die Hilfsprojekte.
Was hat das mit Fußball zu tun?
Gerade in den Begrüßungscamps in Griechenland, aber auch andernorts, spielt Fußball als Ablenkung, Freizeitbeschäftigung sowie zur Integration eine große Rolle. Mit den Spendengeldern sollen daher auch Fußbälle, Sporthemden und Schuhe bezahlt werden.

Wie Ihr den Heimatstern e.V. unterstützen könnt (wenn ihr wollt), erfahrt Ihr unter folgendem Link: https://www.heimatstern.org/

In Kürze wollen wir auch eine Spendenaktion starten und Kleidung, Schuhe sowie Fußballequipment sammeln. Dazu bald mehr…

Stammtisch am 7. Mai 2019

Wir laden alle Löwenfans herzlich zu unserem nächsten Stammtisch ein:

Wie immer treffen wir uns am Dienstag, dem 7. Mai 2019, um 18.60 Uhr im Fanheim am Louisoder-Spielplatz in Obergiesing (Eingang über Herzogstandstraße).

Bis dahin: Auf die Löwen!

Demokratie braucht Meinungsfreiheit!

Das Recht auf Meinungsfreiheit und Satire ist für eine lebendige Demokratie unverzichtbar. Auch dafür stehen wir als Löwenfans gegen Rechts seit vielen Jahren ein. In den letzten Tagen sind wir für die Produktion eines T-Shirts kritisiert worden, welches das Motiv eines Doppelhalters zeigt, der auf der Website der KGaA nach dem Heimspiel gegen den VfR Aalen im Februar zensiert worden war. Über diesen Fall von Zensur wurde in den Medien bereits berichtet ((1) (2) (3)). Hasan Ismaik hat auf seiner Facebook-Seite am 13. März 2019 selbst dazu geantwortet, dass er „für Meinungsfreiheit in der Löwenfamilie“ stehe (4). 

Die KGaA hingegen hat sich von der Zensur bis heute nicht distanziert. Umso paradoxer erscheint uns daher die Stellungnahme der beiden Geschäftsführer vom 11. April. In dieser Stellungnahme fordern sie u. a.: „Meinungsfreiheit sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein.“ (5). Ebenso drücken sie ihre Enttäuschung über uns Löwenfans gegen Rechts aus, da wir mit dem T-Shirt-Verkauf eine weitere Eskalation zwischen den Fans „billigend in Kauf nehmen“ würden. Für uns blanker Hohn. Die Geschäftsführer der KGaA vermeiden es, kommerzielle Internet-Blogs konkret zu benennen, auf denen bei 1860 ehrenamtlich tätige Personen beleidigt, diffamiert und bedroht und sogar Morddrohungen toleriert werden. Wir selbst dagegen werden namentlich an den Pranger gestellt, weil wir zuvorderst das Recht auf Meinungsfreiheit und Satire leben und verteidigen. Wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen? 

Wo ist das Engagement unserer Geschäftsführer, wenn Nazis im Stadion auf dem Zaun sitzen? Wo ist das Engagement der KGaA-Verantwortlichen, wenn sich Rechtsextreme im Umfeld des Stadions herumtreiben? Wo ist eine deutliche Positionierung gegen Diskriminierung, die über Lippenbekenntnisse hinausgeht? Wo sind die Erklärungen der Geschäftsführer der KGaA bzgl. Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen gegen Amtsträger des Muttervereins? Die Verantwortlichen der KGaA sollten sich entscheiden, ob sie uns als Feigenblatt oder als Prügelknaben gebrauchen wollen.

Am Rande möchten wir noch erwähnen, dass auch versucht wird, uns juristisch unter Druck zu setzen. Dies wird an unserer Haltung nichts ändern und wir werden uns dagegen zur Wehr setzen – auch aufgrund des überwältigenden Feedbacks aus der gesamten Löwen-Fanlandschaft sowie von Fußallfans aus anderen europäischen Städten. Um der KGaA trotz aller Kritik entgegen zu kommen, werden wir die produzierten T-Shirts nicht verkaufen, sondern verschenken.

Löwenfans gegen Rechts am 12. April 2019

PS: Spenden für die Jugendmannschaften werden wir selbstverständlich gerne annehmen!

(1) https://www.focus.de/sport/fussball/aus-vorsicht-oder-auf-anweisung-auf-homepage-tsv-1860-loescht-anti-ismaik-banner_id_10351305.html

(2) https://www.faszination-fankurve.de/index.php?folder=sites&site=news_detail&news_id=19818

(3) https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.in-gruenwalder-stadion-gezeigt-auf-homepage-tsv-1860-zensiert-anti-ismaik-banner.0111917a-eecc-4868-ab4b-4694a5a66c25.html

(4) https://www.facebook.com/ismaik1860/photos/a.1527398757284204/2352667761423962/?type=3&theater

(5) http://www.tsv1860.de/de/Aktuelles_News/4303.htm

!NieWieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball

Das Konzentrationslager Auschwitz wurde am 27. Januar 1945 befreit. An diesem Tag, der seit nun mehr 72 Jahren Erinnerungstag für die Opfer des nationalsozialistischen Terrors ist, gedenken auch die Vereine im deutschen Fußball – zusammen mit ihren Fans – allen Menschen, die durch die Nazi-Diktatur und den Folgen ihrer Gräueltaten ihrer Heimat entrissen und in die Ungewissheit der Flucht getrieben wurden. Derer, die es schafften, an anderen Orten Fuß zu fassen, und derer, für die Flucht oder Fluchtversuche keine Rettung bedeutete…

!NieWieder
Erinnern reicht nicht!
2. Frankfurter Versammlung im deutschen Fußball vom 11. bis 13. Januar 2019

https://www.erinnerungstag.de/

Gespräche mit Zeitzeugen und Angehörigen der zweiten Generation, über deren Lebensgeschichte und Fragen der Gegenwart werden ein Teil des Treffens vom 11.-13.01.2019 in Frankfurt sein.

Das Zeitzeugen-Forum eröffnet den 200 Versammlungsteilnehmer*innen die Möglichkeit, die (Lebens-) Geschichten von 10 Menschen kennenzulernen und mit diesen in einen Dialog zu treten. Die Zeitzeug*innen kommen aus Deutschland, Israel und der Schweiz. Sie werden Gäste der Versammlung sein und über das Zeitzeugen-Forum hinaus, den Teilnehmer*innen mit ihren Ideen und Vorstellungen beratend zur Seite stehen.

!Nie wieder – Erinnerungstag im Deutschen Fußball ist ein unabhängiges und bürgerschaftlich organisiertes Bündnis, das sich gegen den alltäglichen Rassismus, die Fremdenfeindlichkeit und den Antisemitismus in unseren Fußballstadien wendet.

Vorderseite des Flyers zum Gespräch mit Ernst Grube


Rückseite des Flyers zum Gespräch mit Ernst Grube

Löwenfans gegen Rechts – Neujahrsempfang

Es ist wieder einmal soweit: Wie jedes Jahr laden wir euch alle herzlich zu unserem Neujahrsempfang ein. Dieses Mal im Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße 64.

Die Zeit ist Reif für ein paar Ankündigungen! Das Unterhaltungsprogramm sieht folgendes vor:

1328 Beercore (Punkrock)
Sentilo Sono (Ska)

Im Anschluss geht’s mit Vinyl weiter.

Außerdem wird neben dem Saal auch die Kellerbar geöffnet sein. Hier gibt’s dann Rap von den 80ern bis heute & Schnaps.

Hier ist unsere Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/247923165902491/

Wir sehen uns am Samstag, den 5. Januar 2019 von 19:00 bis 02:00

im DGB-Haus (Hinterhof) Schwanthalerstraße 64, 80336 München
F

Für unsere Veranstaltung gilt Einlassvorbehalt. „Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.“

Nazis und der TSV

Nach der allgemeinen Bestürzung über den Doppelabstieg im Jahr 2017 und erst recht in der Euphorie der vergangenen Saison ist das Thema „Neonazis bei 1860“ in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet geblieben. Wer die vergangene Saison, die Stimmung im Sechzger, miterlebt hat, für den ist dies ein Stück weit verständlich.

Dennoch begrüßen wir es sehr, dass die Thematik seit dem letzten Heimspiel wieder öffentlich diskutiert wird. Denn neonazistische Anhänger der Partei „III. Weg“, der NPD, der Hammerskins oder anderer einschlägiger Organisationen waren nicht nur in der Arena in Block 132 präsent – sie sind es auch heute in Westkurve und Stehhalle.

Der jüngste Vorfall um Ronny W. – aufmerksame Fans hatten den Ordnungsdienst auf dessen rechtsradikales Tattoo (ein Schriftzug mit dem Namen des Blood and Honour-Gründers Ian Stuart) hingewiesen, woraufhin er aus dem Stadion gebracht wurde – ist nur ein Beispiel unter vielen. Dass die Gesinnung von Ronny W. von DB24 relativiert wird, ist für uns unverständlich, da doch seine öffentlich einsehbare Facebook-Seite mehr als eindeutig ist.

Wir freuen uns über die Ankündigung des TSV 1860-Geschäftsführers Michael Scharold „alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu ergreifen“. Außerdem verweisen wir auf die Broschüre „Kein Spielraum für Rechtsradikalismus“, die der TSV 1860 auf seiner Website zum Download zur Verfügung stellt, und hoffen, dass die Presseerklärung erst der Anfang ist. Wir bedanken uns ausdrücklich bei den engagierten Fans, die sich gegen rechtsradikale und zum Teil auch verfassungsfeindliche Symbole im Stadion zur Wehr setzen. Gerne mehr davon.

Fieberwahn – wie der Fußball seine Basis verkauft

Wir laden recht herzlich zur Lesung & Diskussion mit dem Autoren und freien Journalisten Christoph Ruf. Thema ist sein neues Buch „Fieberwahn – wie der Fußball seine Basis verkauft“, das auch unserem Lieblingsinvestor H. Ismaik ein ganzen Kapitel widmet.

Wann? Dienstag 13.3.2018, 18:60 Uhr
Wo? Riff Raff, Tegernseer Landstr. 96
Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Hier der Klappentext:

Hinter der glitzernden Fassade des Profifußballs brodelt es. Fans fühlen sich entmündigt und schikaniert, die Proteste gegen Kommerzialisierung und Kollektivstrafen nehmen an Vehemenz zu und werden längst nicht nur von Ultras getragen. An der Basis, von den Amateurvereinen bis zur 3. Liga, wächst die Wut auf Verbände, die sich nur noch um die Branchenriesen kümmern. Und vor der Tür lauern Veränderungen, die das Ende des Volkssports Fußball einläuten. Christoph Ruf hat mit Fans, Funktionären und Trainern gesprochen. Sein Fazit: Der deutsche Fußball sägt gerade den Ast ab, auf dem er sitzt.

Mehr unter: http://www.werkstatt-verlag.de/?q=node%2F988

Soulidarity Forever V

Hier ist unser fünfter Soul-und Reggae-Allnighter zugunsten von antirassistischen Fußballprojekten – vor allem der MONDIALI ANTIRAZZISTI!

Von den Plattentellern gibts auch diesmal Northern Soul, 60s Soul, Modern Soul, Reggae, Ska und Rocksteady.

An der Bar bekommt ihr wie üblich eine gesunde Mischung aus Bier, Weißweinschorle und Borghetti zu günstigen Preisen. Zu früher Stunde wird es außerdem auch etwas zu Essen geben.

Der Eintritt ist wie üblich gegen Spende.

DJs: Pascal Teh Rascal (Soul), Doc Martin (Soul), Roman Ämpeier (Reggae, Rocksteady, Ska), tbc.

Zeit: 16.3.2018 ab 20:00 Uhr.
Ort: Kafe Marat, Thalkirchnerstr. 102.

Löwenfans gegen Rechts

PS:

Einlassvorbehalt:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisation angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

„Ein deutsches Mädchen – Mein Leben in einer Neonazi-Familie“, Buchvorstellung 25.01.2018

Einladung zur Buchvorstellung
„Ein deutsches Mädchen – Mein Leben in einer Neonazi-Familie“

Im Oktober letzten Jahres veröffentlichte Heidi Benneckenstein ihre Autobiographie „Ein deutsches Mädchen – Mein Leben in einer Neonazi-Familie“.

Mittlerweile hat es der spannende Einblick in rechtsradikale Lebensrealitäten bereits in die eine oder andere Bestsellerliste geschafft. Wir freuen uns, Heidi am 25. Januar für eine Vorstellung ihres Buches und ein ausführliches Gespräch zu Gast zu haben!

Die Veranstaltung der Löwenfans gegen Rechts findet im Rahmen des „Erinnerungstags im deutschen Fußball“ der Initiative !NieWieder statt (http://www.niewieder.info).

Den Klappentext des Buches, das im Klett-Cotta Verlag erschienen ist, findet Ihr hier:
https://www.klett-cotta.de/buch/Tropen-Sachbuch/Ein_deutsches_Maedchen/84799

Zeit:            25. Januar 2018
Uhrzeit:      18.60 Uhr
Ort:             Gewerkschaftshaus, Ludwig-Koch-Saal
Eintritt:      frei, Spenden überaus willkommen

Wir freuen uns über Eurer zahlreiches Erscheinen!
info@lfgr60.de
https://www.facebook.com/lfgr60.de

 

Nächster Stammtisch am Dienstag, 9. Januar 2018

Unser nächster Stammtisch findet am Dienstag, dem 9. Januar 2018, ab 18.60 Uhr im Fanheim statt. Das Fanheim ist am Louisoder-Spielplatz in Obergiesing – Zugang über die Herzogstandstraße zwischen Deisenhofener und Kesselbergstraße (U2 Silberhornstraße).

Kommt vorbei!